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Sulzbach-Rosenberg
Er holt Geschichte aus dem Boden
Forschungsarbeiten des Archäologen Dr. Mathias Hensch erhellen Sulzbachs frühe Phase
Sulzbach-Rosenberg. Am späten Montag Abend ist die Grabungsstelle in der Neustadt trotz Abdeckung mit Planen in sintflutartigen Gewitterfluten abgesoffen - der Wettergott meint es nicht gut mit den Archäologen. Dennoch stand Dr.Mathias Hensch gestern pünktlich 10 Uhr in der halbwegs trockenen Grube, um zahlreiche interessierte Sulzbach-Rosenberger über seine momentanen Forschungen zu unterrichten.
"Die älteste Geschichte von Sulzbach ist, wie könnte es auch anders sein, im Boden versteckt. Umso wichtiger sind solche Grabungen im Vorfeld von Baumaßnahmen, um mit der Zeit etwas Licht ins Dunkel zu bringen", erläuterte der Archäologe eingangs die Bedeutung seiner aktuellen Arbeit.Seit Beginn der 90er Jahre mit dem Terrain Sulzbach bestens vertraut (damals gingen die Grabungen im Kernbereich des Sulzbacher Schlosses über die Bühne), hat Dr. Mathias Hensch immer wieder mit teils spektakulären Grabungsbefunden in der Region aufwarten können. Sei es nun im Schloss, auf dem Frohnberg, in Ermhof bei Neukirchen und neuerdings eben in der Sulzbacher Neustadt, wo zeitgleich vor einigen Wochen die Oberflächensanierung der Straße begonnen hat.
Stützpunkt der Franken
Sulzbach war im Frühmittelalter noch keine Stadt, dafür aber ein offenbar sehr bedeutender Burgort: Mit einer wohl im 8. Jahrhundert auf Initiative der fränkischen Könige entstandenen Kernburg (am Standort des heutigen Herzogsschlosses) und einer sehr ausgedehnten Vorburg, die sich über den Luitpoldplatz bis fast hinauf zur Christuskirche erstreckte. Diese Vorburg muss man sich als das wirtschaftliche Herz der Burganlage denken, mit Landwirtschaft, handwerklichen Werkstätten usw.
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