Von Sepp Lösch |
13.08.2008
| Netzcode: 1498576 | 288 Mal gelesen.
Spannender als jeder Krimi
Kommentar von Sepp Lösch
Gäbe es so etwas wie einen Stadt-Archäologen, und hätte eine Stadt wie Sulzbach-Rosenberg das nötige Kleingeld, um so einen Mann auch bezahlen zu können, dann müsste Dr. Mathias Hensch dafür die erste Wahl sein.
Wie kein anderer verfügt der nun schon seit fast 20 Jahren in Sulzbach-Rosenberg und Umgebung freiberuflich arbeitende Wissenschaftler über ein immer wieder verblüffendes profundes Wissen um die frühen Anfänge dieser Stadt. Nach seinen ersten Ausgrabungen im Schloss Anfang der 90er Jahre galt es die bisherige lokale Geschichtsschreibung zu revidieren.
Denn nun wusste man mit Sicherheit, dass Sulzbach lange vor den Sulzbacher Grafen bereits zu den Zeiten der fränkischen Könige des 9. Jahrhunderts, wenn nicht sogar schon unter den vorher tonangebenden Merowingern ein stark befestigter und damit wohl auch recht bedeutender Burgort war. Wann immer die damaligen Herrscher ihr Macht-Monopoly spielten, hatten die Herren von Sulzbach ihre Steinchen mit auf dem Brett, respektive ihre Finger mit im Spiel.
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Von Sepp Lösch |
13.08.2008
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Spannender als jeder Krimi
Kommentar von Sepp Lösch
Sulzbachs älteste Geschichte steckt im Boden, und daher kann man Mathias Hensch nur wünschen, dass er bei all seinen weiteren Einsätzen in dieser Stadt einen ähnlich guten Riecher und eine ebenso glückliche Hand beweist wie bisher. Immer klarer wird das Bild, das sich aus vielen Mosaiksteinchen wie ein Puzzle zusammenfügt. Spannende Geschichte, fesselnder als der beste Krimi.
Stadtgeschehen
Kanalbau wird vorgezogen
Sulzbach-Rosenberg. (bt) Wenn der Denkmalschutz die Freigabe erteilt, werden der Ausbau und die Neugestaltung der Neustadt und des Neutorplatzes fortgesetzt, versicherte bei einer Informationsveranstaltung im Rathaussaal Stadtbaumeister Dieter Rebhan den Anliegern.
Eigentlich sollte bereits mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden, doch die Ausgrabung der drei Meter dicken frühmittelalterliche Mauer der Vorburg entdeckt wurde, habe einen Strich durch diesen Zeitplan durchkreuzt. Jetzt seien die Denkmalschützer auf der Suche nach dem ältesten Stadtgraben.
Als erste Baumaßnahme in der Neustadt zieht daher die Stadt nun den Kanalbau, von der Christuskirche beginnend bis zur Raiffeisenbank, vor. Dabei bleibt die Kunst-Fischergasse unberührt und kann von den Anliegern befahren werden. Bis zum Kirchenjubiläum der Christuskirche am 20./21. September werde auch der Pfarrplatz wieder fertig gestellt sein.
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