Von Sepp Lösch |
07.08.2008
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Sulzbach-Rosenberg
Hat Heinrich IV. Sulzbach berannt?
Denkmalpflege spricht von wissenschaftlich "hoch brisanten" Befunden in der Neustadt
Sulzbach-Rosenberg. Hat Kaiser Heinrich IV. oder einer seiner Heerführer bei den kriegerischen Auseinandersetzungen mit seinem Sohn Heinrich V. Sulzbach belagert und Feuer an die Stadtmauer gelegt? Nur eine von vielen spannenden Fragen, die sich stellen angesichts der Befunde, die Archäologe Dr. Mathias Hensch mit seinem Grabungsteam im Vorfeld der Oberflächensanierung der Sulzbacher Neustadt aus dem Dunkel der Geschichte ans Licht bringt.
Oberkonservatorin Dr. Silvia Codreanu-Windauer ließ sich gestern über den aktuellen Stand der Grabung informieren und fand schnell zum Superlativ: "Einfach kollosal, das sind Funde von überregionaler Bedeutung".
Immer klarer und plastischer wird das Bild vom frühen Sulzbach, das Dr. Mathias Hensch aus vielen Mosaiksteinchen zusammensetzt - auch die "Scheibchen-Archäologie", wie sie nun parallel zu der bereits gestarteten Sanierung der Straße in der Neustadt betrieben wird, trägt dazu wertvolle neue Erkenntnisse bei.
Der Wissenschaftler kann nun schon mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Sulzbacher Anfänge bis ins 8. Jahrhundert zurück reichen. Möglicherweise existierte bereits in der Merowingerzeit eine kleine Ansiedlung zu Füßen des Schlossfelsens, denn auch der Name Sulzbach verweist darauf, dass man diese Ansiedlung eher in der Bachniederung suchen muss als auf dem Felsplateau der späteren Burg.
Kernburg und Vorburg
Ab dem 8. Jahrhundert dürfte sich dann ein Burgort Sulzbach entwickelt haben, mit der Kernburg im Westen (heutiger Schlossbereich) und einer ausgedehnten, ebenfalls befestigten Vorburg, die östlich vorgelagert war (heutiger Bereich Luitpoldplatz). Hensch: "Aus dieser Vorburg entwickelte sich erst im späten 12. oder im beginnenden 13. Jahrhundert das, was man Stadt Sulzbach nennen kann.
Von Sepp Lösch |
07.08.2008
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Sulzbach-Rosenberg
Hat Heinrich IV. Sulzbach berannt?
Denkmalpflege spricht von wissenschaftlich "hoch brisanten" Befunden in der Neustadt
Die erste kleine Sensation der aktuellen Grabung in der Neustadt zwischen Bruckner-Anwesen und Neustadt 4: Die Archäologen haben Reste der drei Meter mächtigen Befestigungsmauer dieser frühmittelalterlichen Vorburg gefunden. Die demnächst erfolgende C 14-Datierung der unter dieser Mauer entdeckten Holzkohlepartikel wird noch genauere Angaben über das Alter des Bauwerks ermöglichen.
Die erste Stadtmauer
Wenige Meter oberhalb dieses Fundes (in Richtung Christuskirche) stießen die Wissenschaftler auf einen weiteren Mauerrest von rund eineinhalb Metern Dicke, der später außenseitig noch einmal um rund 40 Zentimeter Mauerwerk verstärkt wurde: Die erste Sulzbacher Stadtmauer aus der Zeit des Hochmittelalters.
Eindeutig die Indizien, die auf ein "Brandereignis" (Hensch) an dieser Mauer verweisen: Eine Schicht Brandschutt vor der Befestigung, die Asche eines größeren Brand, die zur Mauer hin sogar noch böschungsartig angehäuft wurde. Hier, so vermutet der Archäologe, könnten Truppen Kaiser Heinrichs IV. während des Investiturstreits Sulzbach belagert und Feuer an die Stadtmauer gelegt haben.
Von Sepp Lösch |
07.08.2008
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Sulzbach-Rosenberg
Hat Heinrich IV. Sulzbach berannt?
Denkmalpflege spricht von wissenschaftlich "hoch brisanten" Befunden in der Neustadt
Dieses Bild würde sich nahtlos in die Geschichtsschreibung einfügen, denn man weiß, dass sich der damals sehr einflussreiche Reichsgraf Berengar von Sulzbach auf die Seite des rebellierenden Kaisersohnes Heinrich V. geschlagen hatte.
Das Torwärterhaus
Innerhalb der ersten Stadtmauer Stadt lag an dieser Stelle wohl auch ein Torhaus. Reste des Stadttores zur späteren Neustadt hin (sie entstand erst unter Karl IV. im 14. Jahrhundert) stecken im Haus Neustadt 4, und direkt davor haben Dr. Mathias Hensch und seine Mitarbeiterinnen Ines Buckel M.A. und Anna Mühlbauer M.A. eine kleine Fläche Feuersteinpflaster freigelegt - die Innenraum-Pflasterung des Torwärterhauses.
Penzberg (dpa/lby) - Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im oberbayerischen Penzberg ein neues Forschungs- und Produktionsgebäude in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat die Einrichtung etwa 140 Millionen Euro
Penzberg (dpa/lby) - Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im oberbayerischen Penzberg ein neues Forschungs- und Produktionsgebäude in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat die Einrichtung etwa 140 Millionen Euro
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