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Wenn das Herzblut auf der Fan-Seele brennt
FT Eintracht Schwandorf organisiert auf die Schnelle türkisch-deutsches Public Viewing und durchlebt ein munteres Wechselbad der Gefühle
Schwandorf. Noch müssen sich die beiden Halbfinal-Teams die ersten Augenblicke nach dem Anpfiff im Baseler St.-Jakob-Park-Stadion sortieren. Die Deutschen besonders, die Fans erst recht. Die Sonne lässt das Bild auf der improvisierten Großleinwand etwas blass, eher nur schemenhaft erscheinen. Doch in der dritten Minute, der erste Angriff der Türken über links, und schon springt vorne rechts einer ins Bild, um schlagartig wieder auf seinen Stuhl zu sacken.Das Blut eines Türkei-Fans in den Adern zu haben, ist fast genauso anstrengend, wie das Herzblut, mit dem sich das Team vom Bosporus ins EM-Halbfinale vorgekämpft hat. Das Organisations- und Improvisationstalent eines "turkish engineering" war schon von Nöten, um binnen 48 Stunden die Terrasse des Vereinsheims des FT Eintracht Schwandorf zum Podium eines völkerverbindenden Public Viewing zu machen.
Die Sonne sinkt
Es hat geklappt, die Sonne sinkt, die Stimmung steigt, das Bild wird besser und das Türkei-Team auch. Aus deutscher Sicht ist noch nicht viel passiert, außer der aufkeimenden, etwas unwohlen Ahnung, dass das wieder einmal gewaltig in die Hose gehen könnte. Umso agiler werden die Schwandorfer Türken, die an diesem Abend bei rund 200 Fans eindeutig die Oberhand haben. Auf dem Platz in Basel dazu. Ansporn genug für Doan Coban. Der 17-Jährige hat mit Trommel und einer seine baldige Heiserkeit erahnenden Stimme den Part des Einpeitschers übernommen.
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