Amberg
Kampf gegen den Dick- und Dumm-Macher
Wanderausstellung klärt Schüler des Gregor-Mendel-Gymnasiums über die Folgen von Alkoholmissbrauch auf
"Wer von euch möchte dick, dumm und unattraktiv werden?" Mit dieser direkten Frage konfrontierte Gerhard Fleischmann Schüler des Gregor-Mendel-Gymnasiums. Der Suchtberater des Gesundheitsamtes eröffnete mit Bürgermeister Michael Cerny und Direktor Edward König am Dienstag die Ausstellung "Na toll". Sie klärt über die Gefahren des Alkoholkonsums auf.Über Alkohol nachzudenken sei derzeit durchaus angebracht, sagte König. "In Zeiten der Fußball-EM denken einige Leute, dass man nur mit der Flasche in der Hand Spaß haben kann", sagte der Oberstudiendirektor. Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konzipierte Ausstellung führt den Jugendlichen vor Augen, was Alkohol mit dem Körper anrichtet. Wer zu viel trinkt, nimmt zu und verliert zunehmend an Attraktivität. Auch die Leistung des Gehirns nimmt ab.
"Für viele Jugendliche gehören Bier und Barbetrieb zu einer Kirwa oder einem Fußballfest. Trotzdem sollte sich jeder Gedanken über das Thema Alkohol machen", meinte Bürgermeister Michael Cerny. Wer in die Abhängigkeit gerät, gefährde nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern schade auch den Menschen in seinem Umfeld. "Jedes Jahr sterben etwa 50 000 Menschen an den Folgen von Alkoholmissbrauch. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus müssen, verdoppelte sich von 2003 bis 2007", gab Gerhard Fleischmann zu bedenken. Es gebe weitaus bessere Möglichkeiten, sich in einen Rauschzustand zu versetzen. "Manche schaffen es einfach so beim Fußballschauen, ganz ohne Drogen", ergänzte Fleischmann. Schuld am erhöhten Alkoholkonsum bei Jugendlichen seien jedoch nicht nur die jungen Menschen: "Sie machen oft nur nach, was wir Erwachsenen ihnen vormachen", bedauerte der Sozialpädagoge.
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