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Kommunalwahlkampf beschäftigt Presserat
Die Umstände des Kommunalwahlkampfes in Speichersdorf beschäftigten mit zeitlicher Verzögerung auch den Deutschen Presserat. Das Selbstkontrollorgan der Verlage und Journalisten mit Sitz in Bonn sprach dieser Tage unserer Zeitung eine öffentliche Rüge aus.Der Beschwerdeausschuss stellte fest, dass "Der neue Tag" einen Lokalpolitiker, der auch Mitarbeiter unserer Zeitung ist, über seine eigene Nominierung als CSU-Bürgermeisterkandidat und andere Wahlkampftermine hatte berichten lassen. Der Presserat wertete dies als Verletzung der Ziffern 1 und 6 des Pressekodex. Die Richtlinie 6 gibt vor, dass Journalisten ihre Tätigkeit streng von anderen Funktionen trennen müssen. Der Kandidat habe im Wettbewerb mit anderen Politikern gestanden und hätte durch seine Berichterstattung in einen Interessenskonflikt geraten können. Ziffer 1 besagt, dass "die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit oberstes Gebot der Presse" ist.
In ihrer detaillierten Stellungnahme hatte die NT-Chefredaktion darauf verwiesen, dass unsere Mitarbeiter eng in das Vereinsleben und oft auch in die Kommunalpolitik ihrer Heimatgemeinden eingebunden sind. In Speichersdorf berichtet Dr. Wolfgang Hübner, zugleich der CSU-Kandidat, bereits seit 28 Jahren für uns. Auch Berichterstatter Willi Erfurt war nominiert, allerdings auf der SPD-Liste. Die Beschwerde ging von einem Kandidaten der Unabhängigen Bürgervereinigung (UBV) aus, der Zweifel an der neutralen Berichterstattung äußerte und dazu mehrere Artikel über die Aktivitäten Hübners beim Presserat einreichte.
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Ich kann mich der Meinung von Monika nur anschließen. Christian Porsch ist außerdem auch im Gemeinderat und dort als Jugendbeauftragter tätig. Passt das etwa zusammen?
Dann täte die UBV gut daran, sich selber an der Nase zu zupfen. Schließlich arbeitet der Sohn von Bürgermeister Manfred Porsch, Christian Porsch, auch als Berichterstatter für den Nordbayerichen Kurier. Darüber regt sich niemand auf.