Amberg
Ein irrer Empfang
Über 1000 Afrikaner feiern Hilfe aus Amberg
Amberg. (ath) In ihrer 44-jährigen Geschichte hat die Projekthilfe Dr. Luppa schon viele Einweihungsfeste für ihre Hilfswerke gesehen. Doch das, was Vorsitzender Dr. Ulrich Siebenbürger und seine Ehefrau Cornelia jetzt in Malawi erlebten, stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Weit über 1000 Gäste aus dem gesamten Süden des Landes, 40 Bürgermeister und Regierungsvertreter feierten mit ihnen die Fast-Fertigstellung einer neuen Gesundheitsstation.
"Das war echt irre", freut sich Dr. Siebenbürger über diesen Riesenempfang und den gewaltigen Aufwand einer sechsstündigen bunten Zeremonie, der hier im Distrikt Thyolo für die Hilfe aus Deutschland betrieben wurde. Er zeigt nach seinen Worten deutlich, wie dankbar die Menschen in diesem armen südostafrikanischen Land für den Neubau einer so genannten Qut-Patient-Clinic samt Entbindungsstation mit insgesamt zehn eingeschossigen Betriebs- und Personalgebäuden sind. Für gut 25 000 Einwohner im Umkreis mit Fußwegen von bis zu zehn Kilometern ist die Einrichtung nach ihrer Fertigstellung im Juli die einzige medizinische Versorgungsmöglichkeit.Krankenhäuser sind in Malawi nicht nur dünn gesät, sondern meist auch schlecht ausgestattet. Vor diesem Hintergrund erkannte selbst das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit Sinn und Notwendigkeit dieser Maßnahme und förderte das von Amberg ausgehende Projekt mit drei Viertel seiner Kosten von rund 170 000 Euro. Fast 50 000 Euro muss die Projekthilfe dennoch selbst aufbringen. Ein Betrag, der noch nicht komplett durch Spenden gedeckt ist und weiterer Mithilfe bedarf (Spendenkonto 190 020 008 bei der Sparkasse Amberg-Sulzbach).
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben:
Noch nicht Mitglied im Oberpfalznetz?
Dann registrieren Sie sich hier!Gestern
Donnerstag






