Von (sir) |
29.05.2008
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Nittenau
Überfuhr-Brücke am Ende
Ab sofort für alle Kraftfahrzeuge gesperrt - Hiobsbotschaft im Bauausschuss - Anbindung
Nittenau. (sir) Ab sofort ist die Brücke Überfuhr für alle Kraftfahrzeuge gesperrt. "Die Botschaft ist nicht erfreulich, dies schon mal vorneweg", leitete Bürgermeister Karl Bley bei der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag-Abend diesen brisanten Tagesordnungspunkt ein. Angesichts des unerfreulichen Ergebnisses machte sich Unmut breit in den Zuhörerrängen, wo Anwohner in den von der Brücke abhängigen Ortschaften Platz genommen hatten.
Bis zu diesem einstimmig gefassten Beschluss mussten sie sich allerdings ein wenig gedulden, wurden vorher eine Reihe von Bauanträgen und -voranfragen abgehandelt. "Es ist so wie wir befürchtet haben", sagte Bley, "die Lebenszeit der Brücke ist zu Ende". Allerdings solle das Thema Holzbrücke noch nicht ad acta gelegt werden, äußerte er seine persönliche Meinung dazu.
Keine Zugkräfte mehr
Bley erinnerte daran, dass im Mai 2005 durch das Ingenieurbüro Koller die jährliche Brückenprüfung stattgefunden habe. Wegen der bei der letzten Sonderprüfung im Herbst 2006 festgestellten überdurchschnittlich zugenommenen Korrosion sei zur Brückenprüfung ein Statiker hinzugeholt worden, um eine aussagekräftige Beurteilung des Brückenzustandes zu erlangen.
"Nachdem durch die Abrostung keine Zugkräfte in den Untergurten mehr aufgenommen werden können, ist die Brücke laut Prüfungsbericht des Ingenieurbüros Koller, was auch vom Statiker noch bekräftigt wird, für den gesamten Kraftfahrzeugverkehr zu sperren", so die Ergebnisse. Um den Fußgänger- und Radfahrverkehr aufrecht zu erhalten, seien nach Überprüfung sämtlicher Anschlüsse gegebenenfalls an den durchgerosteten Stellen provisorische Ersatzträger nach Maßgabe des beauftragten Statikers einzuziehen.
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Nittenau
Überfuhr-Brücke am Ende
Ab sofort für alle Kraftfahrzeuge gesperrt - Hiobsbotschaft im Bauausschuss - Anbindung
Lediglich Bohrungen
Dieser Fußgänger- und Radfahrverkehr sei auch nur befristet aufrechtzuerhalten. Daher solle heuer, wie im Haushalt vorgesehen, mit der Planung begonnen (Fertigstellung der Entwurfsplanung) und die Finanzierung abgeklärt werden. Dazu sei von der Stadt ein geeignetes Ingenieurbüro zu beauftragen. Aus wirtschaftlichen Gründen sei die Ausführung einer überdachten Holzbrücke bei Erneuerung des Unterbaus in Frage zu stellen. Hier meinte Bley, wie oben erwähnt, dass man dies trotzdem nicht ad acta legen solle.
Nach Aussage des staatlichen Bauamtes sollte die Variante mit Wiederverwendung des Unterbaus aus verschiedenen Gründen verworfen werden. Demgemäß werde auch eine Bauwerksprüfung der vorhandenen Widerlager und Pfeiler für überflüssig gehalten. Lediglich Bohrungen zur Bodenerkundung werden im Vorfeld der Planung als sinnvoll erachtet.
Bei weiteren Untersuchungen (Plattendruckversuchen, Schürfen und Sondierungen) sollte ein Prüfstatiker eingeschaltet werden. Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, die Brücke ab sofort für den gesamten Kraftverkehr zu sperren. Dem Stadtrat wurde empfohlen, baldmöglichst ein Ingenieurbüro zu beauftragen für einen Brückenneubau sowie einen Prüfstatiker, um den für 2010 vorgesehenen Neubau möglichst zeitnah realisieren zu können. Bis dahin solle der Fußgänger- und Radfahrverkehr sicher gestellt werden.
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Überfuhr-Brücke am Ende
Ab sofort für alle Kraftfahrzeuge gesperrt - Hiobsbotschaft im Bauausschuss - Anbindung
Für die Anbindung
Der vorhergehende Tagesordnungspunkt beinhaltete die Anbindung des Heideweges im Zuge des Baus der Nord-West-Umfahrung. Einstimmig wurde dem Stadtrat empfohlen, die vorgeschlagenen Maßnahmen zur direkten Anbindung sowie die Versorgungsleitungen für das künftige Baugebiet Lichtenhaid vorzusehen. Zur Finanzierung des städtischen Anteils mit rund 368 000 Euro sollten die staatlichen Fördertöpfe ausgeschöpft werden.
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