Von (mte) |
19.05.2008
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Weiden/Amberg
"Das ist ein einziger Albtraum"
Weidener Jander verunglückt bei City-Triathlon in Amberg - "Für mich ist die Saison gelaufen"
Weiden/Amberg. (mte) Pierre Jander tritt in die Pedale. In der vierten von fünf Runden beim City-Triathlon in Amberg am vergangenen Sonntag hat der 27-Jährige aus dem La.Fa.Ce-Team gerade 42 Sachen drauf, als er ungebremst mit dem Fahrrad in ein Auto rast. Wie aus dem Nichts tauchte es plötzlich vor ihm auf der Wettkampfstrecke auf. Triathlet Pierre Jander, der Polizist in Weiden ist, spricht fünf Tage nach dem Unfall über das Geschehene.
Wie geht es Ihnen?
Pierre Jander: Ich habe Schmerzen, im Daumen kein Gefühl und den Arm in der Schlinge, da die Ärzte den Verdacht haben, dass ich mir beim Sturz etwas am Schulterband getan haben könnte. Aber die Schürfwunden heilen ganz gut. Schließlich habe ich mit der Hüfte gebremst.
Wie ist das alles passiert?
Jander: Keine Ahnung. Plötzlich war da das Auto. An den Aufprall kann ich mich noch erinnern und daran, wie es mich aus dem Sattel und über das Auto gehoben hat. Ich verlor zwar danach nicht das Bewusstsein, aber wie sie mich abtransportiert oder im Krankenhaus geröntgt haben, weiß ich nicht mehr. Erinnern kann ich mich erst wieder an die Befragung durch die Polizisten im Krankenhaus.
Was sagen Ihre Mitstreiter zu diesem Vorfall?
Jander: Zwei Frauen fuhren hinter mir. Sie haben alles gesehen und mir gesagt, dass ich nach dem Unfall ziemlich wüst ausgesehen hätte.
Ein Unfall mit einem Auto bei einem Wettkampf mit dem Fahrrad. Was sagen Sie dazu?
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Weiden/Amberg
"Das ist ein einziger Albtraum"
Weidener Jander verunglückt bei City-Triathlon in Amberg - "Für mich ist die Saison gelaufen"
Jander: Dass einem so etwas während eines Wettkampfes passiert, das ist ein einziger Albtraum.
Wie lagen Sie bis vor dem Unfall im Rennen?
Jander: Zuvor bin ich recht schlecht geschwommen. Wissen Sie, ich hatte Rückenprobleme wegen einer Rippe. Zur Zeit des Unfalls lag ich noch auf Platz neun. Aber im Radfahren und im Laufen wäre ich topfit gewesen. Ich hätte ein gutes Rennen abgeliefert. Schließlich wollte ich ein Preisgeld gewinnen.
Stattdessen erhalten Sie nun eine satte Rechnung vom Krankenhaus?
Jander: Genau. Und dann noch der Schaden an meinem Fahrrad: 6000 Euro.
Wer kommt dafür auf?
Jander: Die Schuldfrage - ob Ordner oder Autofahrer - wird erst geklärt.
Zurück zum Sport. Erst im April liefen Sie beim Ironman in Südafrika als drittbester Deutscher durchs Ziel. Und nun können Sie nicht mal trainieren oder?
Jander: Gar nichts machen: Das kann ich nicht. Deshalb lege ich mir wenigstens das Muskelstimulationsgerät dort an, wo es nicht ganz so weh tut.
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"Das ist ein einziger Albtraum"
Weidener Jander verunglückt bei City-Triathlon in Amberg - "Für mich ist die Saison gelaufen"
Inwiefern kann man das mit Ihrem bisherigen Trainingspensum vergleichen?
Jander: Überhaupt nicht. Ich trainiere sonst 25 Stunden die Woche. Also etwa sechs bis sieben Stunden an mehreren Tagen die Woche. Und ich war topfit, bereit für den Ironman in Zürich und die Süddeutschen Polizeimeisterschaften. Aber das kann ich jetzt alles vergessen. Die Saison ist für mich eigentlich gelaufen.
Eigentlich?
Jander: Vielleicht kann ich im August wieder in Immenreuth starten. Auf jeden Fall beginne ich so schnell wie möglich wieder mit dem Training. Da freue ich mich schon drauf.
Das wünschen wir Ihnen natürlich. Zum Abschluss aber muss eine persönliche Frage erlaubt sein: Bei diesem Pensum können Sie doch unmöglich liiert sein oder?
Jander: Also derzeit bin ich solo. Aber für meine Freundin nehme ich mir schon Zeit. Wenn ich laufe, könnte sie zum Beispiel mitkommen und Fahrrad fahren.
Also muss die Traumfrau auf jeden Fall sportlich sein?
Jander: Das würde ich mir schon wünschen.
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