Rio de Janeiro
Skandal um Ronaldo
Brasiliens Superstar lässt sich mit Transvestiten ein und spricht von Erpressung
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| Ronaldo ist das Lachen vergangenen. "Das kann das Ende meiner Karriere bedeuten", sagte der Brasilianer auf der Polizeiwache. Bild: dpa |
Drei Prostituierte hatten Ronaldo beschuldigt, die vereinbarte Zahlung verweigert und Drogen konsumiert zu haben. Einer der Transvestiten filmte den lautstarken Streit im Stundenhotel und stellte das kurze Video ins Internet.
Ronaldos Pressesprecher veröffentlichten unterdessen ein Kommuniqué, in dem der angebliche Drogenkonsum durch den Spieler dementiert wird. Ronaldo sei Opfer eines Erpressungsversuchs gewesen. "Der Sportler Ronaldo hat nie Drogen zu sich genommen", heißt es. Persönlich wolle Ronaldo nicht Stellung nehmen. Wie die Zeitung "O Povo", die die "Tolpatschigkeiten des Phänomens" beschrieb, berichteten alle Medien in Brasilien am Dienstag groß über den Skandal.
In verschiedenen Fernsehinterviews versicherte André Albertino unterdessen, er und zwei weitere Transvestiten hätten die Nacht zum Montag mit Ronaldo im Stundenhotel verbracht. Er hielt einen Fahrzeugbrief vor die Kameras, den Ronaldo angeblich als "Bürgschaft für eine spätere Zahlung" seiner Schulden hinterlassen habe. Auf dem Schein ist Ronaldos bürgerlicher Name Ronaldo Luiz Nazário de Lima zu lesen, und auf dem Video im Internet ist ein verärgerter Ronaldo zu sehen und Albertinos Stimme zu hören: "Um zu beweisen, dass du es bist."
Der mit dem Fall beauftragte Kommissar Carlos Augusto Nogueira sagte unterdessen zu Journalisten, Ronaldos Fassung sei "glaubhafter". Der Spieler, der auch wegen Gewaltdrohung angezeigt wurde, habe versichert, dass er sich mit weiblichen Prostituierten vergnügen wollte und von den Transvestiten getäuscht worden sei. Er sei von den Männern, die 50 000 Real (knapp 20 000 Euro) verlangt hätten, erpresst worden.
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