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Von (tk)  |  18.04.2008  | Netzcode: 1348829  |  515 Mal gelesen.
Amberg

Wo Kinder Wurzeln essen müssen

Max-Josef-Schüler spenden für Mädchen und Buben in Malawi - Projekthilfe Luppa kümmert sich

Amberg. (tk) Keine Playstation, kein Handy, keine Schokolade und auch keine Pizza aus dem Tiefkühlfach. Die Kinder im afrikanischen Staat Malawi spielen mit Steinen im Sand, helfen ihren Eltern bei der harten Feldarbeit und müssen sogar Wurzeln essen, wenn der Maisbrei einmal nicht mehr für alle reicht. "Für diese Kinder brauche ich eure Hilfe", sagte Dr. Ulrich Siebenbürger vor Neun- und Zehnjährigen in der Max-Josef-Schule.

Der Vorsitzende der Projekthilfe Dr. Luppa war am Donnerstagvormittag zu den Dritt- und Viertklässlern gekommen, um sich bei ihnen schon jetzt zu bedanken: "Das finde ich super", sagte der Amberger und meinte damit die Bereitschaft, zum 100-jährigen Bestehen der Schule "einmal über den Tellerrand hinaus" zu schauen und für arme Kinder in Malawi zu spenden. "Jede Klasse soll mindestens 100 Euro geben", sagte Schulleiterin Elisabeth Spörer, die mitten in den Jubiläums-Vorbereitungen steckt.

Schule wird 100 Jahre alt



Gefeiert wird vom 11. bis 18. Juli, wobei zum Auftakt das Interkulturelle im Mittelpunkt stehen wird. "Wir unterrichten hier in 17 Klassen 440 Kinder aus 27 verschiedenen Nationen", ließ die Rektorin wissen und erklärte den Hintergrund, warum das Geld für Mädchen und Buben in der Dritten Welt bestimmt ist: "Denkt ein bisschen nach, seid zufrieden mit dem, was ihr habt, und lasst uns denen helfen, die nicht so viel haben." Zum Beispiel in Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, das Dr. Siebenbürger für die Projekthilfe im Mai bereisen wird. Dabei sollen in erster Linie Schulen unterstützt werden. Unter welchen Bedingungen die Kinder in dem Land groß werden, in dem wegen der vielen Aids-Kranken die Lebenserwartung nur bei 32,5 Jahren liegt, verdeutlichte Siebenbürger in einem fast einstündigen Vortrag. Die Mädchen und Buben erfuhren beispielsweise, dass die Bewohner von Malawi häufig in einfachsten Hütten leben und dass die Dächer oft nur notdürftig mit Stroh oder langen Grashalmen bedeckt sind. Dr. Siebenbürger: "Das Dach muss man jedes Jahr wieder neu machen."

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