17.03.2008
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Banane wird zum Hammer
Erste Chemie-Show am Gregor-Mendel-Gymnasium - Staunende Gäste
Amberg. (scs) "Eigentlich haben wir nur mit 60 Leuten gerechnet", sagte Dr. Christian Preitschaft über die vielen Zuschauer. Die Mensa des Gregor-Mendel-Gymnasiums schien aus allen Nähten zu platzen. Mit "Love is like oxygen" (Liebe ist wie Sauerstoff) boten die jungen Chemiker am Donnerstagabend eine Show, die es in sich hatte.
120 Flugblätter wurden im Vorfeld verteilt. Für den "Schlimmstfall" wurde die Mensa vorsichtshalber mit 250 Stühlen ausgestattet. Doch die waren bald alle besetzt. "Die letzten Stühle kratzen wir noch zusammen", versuchte Mitorganisator Werner Kraus das stehende Publikum zu beruhigen. Gebracht hat es nicht viel: Gut die Hälfte musste stehen. Dies tat der Show aber keinen Abbruch.
Nicht ganz ungefährlich
Bevor das Programm losging, machte Schulleiter Oberstudiendirektor Edward König noch auf die Sicherheitshinweise aufmerksam. Diese seien wirklich ernst gemeint, denn es sei nicht ganz ungefährlich, was die Gäste erleben werden. Der Leistungskurs Chemie hatte sich einiges für seine Vorführung einfallen lassen. Dr. Neodym, ein mehr oder weniger genialer Chemiker, lebt in einem Schloss. Doch seine Versuche wollen nicht funktionieren - dafür aber bei seinen Dienern und Assistenten umso mehr.
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Banane wird zum Hammer
Erste Chemie-Show am Gregor-Mendel-Gymnasium - Staunende Gäste
Den Mund aufmachen
So experimentiert Dr. Neodym wild herum. Und wieder will nichts gelingen. "Bitte den Mund leicht öffnen", wurde neben der Bühne an die Wand projiziert. Gespannt warteten alle Zuschauer, natürlich mit offenem Mund, was denn passiert.
Immer wieder knallte und krachte es. Luftballons fingen Feuer, Kerzen explodierten und Bananen wurden steinhart, so dass man sie als Hammer verwenden konnte. Cola, Bier und ein Liebestrank wurden kredenzt und in der Pause in Reagenzgläsern serviert. Ein Höhepunkt folgte dem nächsten, das Publikum kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Während sich die Chemiker auf die nächsten Experimente vorbereiteten, sollte es nicht langweilig werden. Auch hier hatte sich der Leistungskurs Gedanken gemacht: Die Gymnasiasten zeigten selbst produzierten Werbespots, die ihre Gäste zum Lachen brachten. Etwa drei Monate dauerte es, bis das Chemie-Theaterstück fertig war. 30 Schüler aus den Leistungskursen - aber auch aus der 6. Klasse - halfen bei der Umsetzung. Die Idee brachte Lehrer Dr. Christoph Preitschaft aus Regensburg mit, wo er eine Chemieshow an der dortigen Universität gesehen hatte.
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Banane wird zum Hammer
Erste Chemie-Show am Gregor-Mendel-Gymnasium - Staunende Gäste
Diese Art von Chemie-Darstellung sei einfach umwerfend. Kraus und Preitschaft sind stolz, so ein außergewöhnliches Projekt in Amberg verwirklichen zu können: "Das ist der reine Wahnsinn, einfach fulminant."
Engagierter Leistungskurs
Seit September ist Preitschaft am GMG. Er fand bei Werner Kraus sofort Zuspruch. Dieses Projekt sei nur durch Teamwork möglich. Preitschaft war den Schülern sehr dankbar. Die Proben seien neben der Schulzeit abgelaufen: "Das ist nicht üblich, dass ein Leistungskurs da so dahintersteht. Das ist einfach phänomenal."
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