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Kemnath
Marsch für Slumkinder in Kenia
Vierter Kemnather Solidaritätslauf der Erstkommunikanten - Über 1000 Euro für Misereor
Kemnath. (jzk) Gleich nach dem Gottesdienst zum Weltmissionssonntag starteten Stadtpfarrer Konrad Amschl, Pastoralreferent Alfred Kick und Praktikant Maximilian Pravida den vierten Kemnather Solidaritätslauf. "Dadurch wollen wir anderen Menschen helfen, die sich selber nicht helfen können", so Kick.
Oft dächten die Menschen zu sehr an sich. Das Motto "Solidarität geht" solle zeigen, dass diese Einstellung nicht richtig ist. "Es ist möglich, füreinander Verantwortung zu übernehmen", ermutigte der Pastoralreferent die Teilnehmer, die anderen Menschen zeigen sollten, "dass sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht allein sind".Der Solidaritätslauf ist eigentlich kein Lauf, sondern eine Wanderung, bei dem Spaß und Gutes tun Hand in Hand gehen. Im Vorfeld suchten sich die Kinder Sponsoren, die für jeden gelaufenen Kilometer einen bestimmten Betrag für Misereor spenden.
Der Erlös in Höhe von etwas über 1000 Euro ist für die Slumkinder von Nairobi in Kenia bestimmt. In der Hoffnung auf ein besseres Leben strömen junge Menschen aus dem ganzen Land in die Hauptstadt. Schätzungsweise 400 000 Angehörige aller Volksgruppen Kenias leben hier auf engstem Raum. Nur etwa zwei Quadratmeter Wohn- und Lebensfläche bleiben für den Einzelnen.
"Imani" heißt das Programm für Existenzgründer, mit dem Misereor Mädchen und jungen Müttern aus den Slums eine Ausbildung ermöglicht. Mit Kleinkrediten gelingt es vielen, nach ihrer Lehre einen kleinen Betrieb zu gründen und somit auch Arbeitsplätze zu schaffen. Eigeninitiative wird schon während der Ausbildung gefördert: 50 Prozent der Ausbildungskosten tragen die Lehrlinge durch den Verkauf ihrer Produkte selbst.
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