Oberpfalznetz.de > Mitreden > Kommentare > Macht und Mehrheit

  • Seite 1
  • Seite 2
Von Michael Zeißner  |  04.03.2008  | Netzcode: 1292894  |  139 Mal gelesen.

Macht und Mehrheit

Kommentar von Michael Zeißner



Das hat die sieggewohnte und machtbewusste CSU dem Schwandorfer Wähler nicht zugetraut: OB-Wahl verloren, Mehrheit dahin. Eine unerwartete Schlagkombination, die Christsozialen sind angezählt.

Aber Schwandorf ist gar nicht rot, geschweige denn links. Die Stadt denkt eigentlich konservativ. Seit Jahrzehnten stellt die CSU genau deshalb jeweils die parteipolitische Mehrheit. Macht resultiert daraus aber nicht automatisch, sondern erst, wenn sie auch mehrheitsfähig ist.

Mit diesem kleinen, aber feinen Unterschied können die Christsozialen nicht umgehen. Sie verstehen politische Macht digital: sie ist an, oder sie ist nicht an. Nach diesem Prinzip wurde die absolute Stadtratsmehrheit in den vergangenen sechs Jahren angewendet. Ohne uns geht gar nichts, hieß die Devise.

Jetzt geht gegen sie alles, müsste es lauten, wenn sich die neue Machtkonstellation gemäß dem CSU-Muster verhalten würde. Das wird sie jedoch nicht tun, dafür ist sie zu inhomogen. Mehrheiten müssen ab sofort im Stadtrat gezielt gesucht werden, und damit wird die Schwandorfer Kommunalpolitik wieder deutlich mehr inhaltlich orientiert ausgerichtet sein. Genau das wollte der Wähler.

  • Seite 1
  • Seite 2

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben:

Ihre E-Mail-Adresse:
Ihr Kennwort:

Noch nicht Mitglied im Oberpfalznetz?

Dann registrieren Sie sich hier!
Zum Artikel: Frankreichs Stromlücke muss auch uns elektrisieren

Frankreichs Stromlücke muss auch uns elektrisieren

Kommentar von Stefan Zaruba

Verrückte Situation in Europa: Der Atomriese Frankreich braucht Strom aus dem Aussteiger-Land Deutschland. Und obwohl auch hierzulande der Winter mit Rekordtemperaturen zuschlägt und wir es uns mehr...

Noch nicht das letzte Wort

Kommentar von Wilhelm Amann

Stimmt, eigentlich sollte eine Brückenlösung direkt an der Stelle des jetzigen Bahnübergangs geprüft werden. Doch der Vorschlag, der eine Überquerung der Bahn nur ein paar Meter daneben vorsieht, mehr...
Zum Artikel: Ein Lohnzuwachs täte allen gut, Arbeitnehmern und Volkswirtschaft

Ein Lohnzuwachs täte allen gut, Arbeitnehmern und Volkswirtschaft

Kommentar von Alexander Pausch

Die Forderung der IG Metall nach 6,5 Prozent mehr Lohn stößt naturgemäß auf viel Zustimmung im Gewerkschafts- und Arbeitnehmerlager, sorgt bei Arbeitgebern aber für heftiges Kopfschütteln. Doch mehr...
Zum Artikel: 60 Jahre auf dem Thron: Die Queen toppt alle

60 Jahre auf dem Thron: Die Queen toppt alle

Kommentar von Albert Franz

Vor etlichen Jahren war viel von der Generation Kohl die Rede. Jener Generation, die nie einen anderen Kanzler erlebt hatte als Helmut Kohl. Es dauerte 16 Jahre, bis die Bundesbürger seiner mehr...