Amberg
Maybe ein Sommer zu dritt?
Highlights der "in eigener Regie"-Video-Jury im Überblick - Experimentalfilm bis Komödie
Amberg. "The Oscar goes to ...", hieß es am Sonntag (Ortszeit) in Hollywood - "in eigener Regie" in der Amberger Fachhochschule. Es gab weder einen roten Teppich noch Paparazzikämpfe oder amerikanische Darsteller - dafür allerdings großartiges, junges Kino, das mal zu Tränen rührte, mal die Lachmuskeln provozierte.
Graphit auf Leinwand, 1920 x 1080 px
Beklemmende Sprachlosigkeit hinterlässt dieser großartige Multimedia-Beitrag der Würzburger Kommunikations-Designerin Hanni Welter und ihres Teams "round roc". Sowohl technisch wie inhaltlich perfekt umgesetzt überzeugte diese filmische Collage - über das Gedankengefängnis einer jungen Frau - Zuschauer wie Jury.
Maybe
30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung reichte Mariko Minoguchi aus Pullach diesen Kurzfilm noch ein. Zum Glück, denn die Komödie über Freundschaft und Liebe war einer der Top-Beiträge. Zwar fehlte der technische Feinschliff, doch Drehbuch, Schauspieler und Dialoge ließen dieses Werk so authentisch erscheinen, als wäre die FH-Leinwand das Partygelände, auf dem sich der Plot ereignete. Witzige Effekte, drei beste Freundinnen, ein Fastfood-Restaurant, boy meets girl und girl meets girl - was will der Zuschauer mehr?
"In eigener Regie"
Das Förderprogramm "in eigner Regie" des Instituts für Medienpädagogik (JFF) sowie der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) unterstützt junge Filmemacher aus ganz Bayern. Prozedere: Kreative Köpfe reichen Beträge aus den Bereichen Video, Audio sowie Multimedia bei der JFF ein. Ein Experten-Gremium wählt die besten aus und fördert diese unter anderem mit Workshops und Seminaren. Außerdem kümmert sich ein Medien-Profi um die jeweiligen Gruppen. Bei der Abschlussveranstaltung stellen die jungen "Produzenten" aus den drei Bereichen ihre Werke vor. Vergangenes Wochenende präsentierte "in eigener Regie" einem breiten Publikum über 30 Media-Projekte.
Der Weg zur Insel
Dokumentarfilm über die AAO-Kommune, der mehr Gefühle auslöst, als manche Hollywood-Schnulze. Claudia List lässt ihre eigene Mutter über ihren Einzug im Friedrichshof im österreichischen Burgenland sowie das Leben in der Sekte erzählen. Großes Emo-Kino als interaktive Experimentaldoku: sachlich und klar erzählt.
Sommer zu dritt
Gefährliche Dreieckskomödie von Gesa Lück aus Nürnberg, deren Schluss so ernüchternd ist, wie der Sprung von einer Klippe an einem heißen Sommertag. Mit einem perfekt strukturierten Drehbuch, routinierten Schauspielern und einer sensiblen Kameraführung beeindruckte dieser Roadmovie.
Eine Nacht, ein Tag
Gefühlstheater à la "Before Sunrise" produzierte die Regensburger Mädels-Gruppe "Dandelion" um Ina Ziereis. Einfacher Plot mit großen Emotionen: Boy meets girl, sie verlieben sich, sie trennen sich, sie finden sich wieder.
Rosarah
Einfühlsam beschreibt der Film, wie sich ein sympathischer Chaot in ein taubes Mädchen verliebt. Nur weiß der nicht, dass sie behindert ist. Rosarah wirkt absolut authentisch, da es sich bei dem Streifen um ein Gemeinschaftsprojekt von gehörlosen und schwerhörigen Schülern aus Bamberg handelt.















































































