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Amberg
Aus der Schule geplaudert
175 Jahre Gregor-Mendel-Gymnasium - Eckhard Henscheid erinnert sich
Amberg. (eik) Fast hätte man den scherzhaften Hinweis von MdB Alois Karl, "eine Festrede sollte nicht zur Geisterstunde stattfinden", noch ernst nehmen müssen. Schließlich war es bereits 23 Uhr, als Eckhard Henscheid beim Festakt "175 Jahre Gregor-Mendel-Gymnasium" am Samstag ans Renderpult treten durfte. Nicht für den angekündigten Festvortrag, sondern, wie es der Schriftsteller und ehemalige GMG-Schüler formulierte, für "eine Erinnerungsrede".
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| Sorgte mit seiner "Erinnerungsrede" für Vergnügen beim GMG-Festakt: Eckhard Henscheid. Bild: Unger |
Anders als Bertolt Brecht, so Henscheid über seine Schulzeit, "erinnere ich kaum einen Unmenschen". Und dennoch: "Die Prügelstrafe war zwar meines Wissens 1950 in allen Schulkategorien schon restlos abgeschafft - aber geschlagen, zumindest geohrfeigt, wurde damals seitens des Lehrkörpers außer der Reihe schon noch. (...) Seelische Traumata davongetragen hat meines Wissen keiner - ich am allerwenigsten." Einmal habe sogar "ein Schüler von circa 16 Jahren aus der Erregung heraus" einen ungeliebten Lehrer geohrfeigt - "ich glaube, ohne große Folgen".
"Leidtragend war ich eigentlich all die neun sauber abgeleisteten Jahre so gut wie nie", sinnierte Henscheid, "und fühlte mich auch nie so". Im Gegenteil: "Ich glaube, zu meinen reiferen und frappant erwachsenenähnlichen Früh-Leistungen gehörte es, wie mir mit circa 14 oder 15 schon auffiel und ahnungsweis bewusst wurde, dass wir Schülerrabauken zwar kein Gehalt für unser Treiben kriegten, anders als die dafür bezahlten Lehrer - dass wir aber doch am längeren Ast saßen aufgrund unserer robusten und durch nichts niederzukriegenden Nervenkostüme."
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