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Nittenau
Das Grauen niemals vergessen
Auschwitz Thema beim Holocaust-Gedenktag am Regental-Gymnasium - Die beredte Stille
Nittenau. "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland": So schrieb Paul Celan in seiner "Todesfuge". Das Grauen hat viele Namen. Der schlimmste lautet wohl "Auschwitz". Im Regental-Gymnasium wurde am Sonntag-Abend der Holocaust-Gedenktag mit einer beeindruckenden Feierstunde begangen.
Wer Auschwitz-Birkenau besucht, der kann auch über 60 Jahre danach nur vage erahnen, was auf dem weitläufigen Gelände des Vernichtungslagers passierte.Geredet werden muss dort nicht. Vielmehr geben die Stille und das Schweigen eher Auskunft über das Schicksal der Menschen, die hier gequält und umgebracht wurden. Männer, Frauen, Kinder. Eine Gruppe von Studenten der Uni Regensburg machte sich - wie berichtet - im Sommer 2007 auf die Reise nach Auschwitz. Mit dabei waren auch die beiden RTG-Schüler Tobias Schindler und Michael Weinhart mit ihrem Lehrer Peter Poth. Zusammen mit anderen Schülern konzipierten sie die Veranstaltung, die am Sonntag im RTG stattfand.
Zunächst bat Oberstudiendirektor Klaus Kopp um eine Gedenkminute für Otto Schwerdt. Er wäre sicher gerne in Nittenau dabei gewesen, verstarb jedoch am 30. 12. 2007. Mit Hugo Höllreiner musste ein weiterer Zeitzeuge passen. Er laboriert derzeit an einer Krankheit.
"Die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse unter dem Hitler-Regime müssen erhalten bleiben und in unserem Gedächtnis verankert werden", betonte Kopp. Der Holocaust dürfe nicht nur in den Geschichtsbüchern festgehalten bleiben. Noch wichtiger sei es, dass sich die Menschen heute - vor allem die jungen - aktiv mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzten. Die folgende Gedenkveranstaltung beinhaltete eine optische Untermalung durch Bilder, die von der Teilnehmern der Studienfahrt 2007 gemacht wurden. Auschwitz, die Rampe, das Lager, die Baracken, die Todeszäune: Jeder, der hierher kommt, muss sich auf seine ganz persönliche Art mit den Geschehnissen befassen. Es gibt kein "Rezept" dafür.
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