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Grenadiere im Friedenseinsatz
Panzerbrigade 12 in den Auslandseinsatz verabschiedet - Oberviechtacher Soldaten gefordert
Amberg/Oberviechtach. Auf die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 warten fordernde Monate: In wenigen Wochen rücken sie im Verbund mit der Panzerbrigade 12 zum Einsatz ab - nach Afghanistan oder auf den Balkan. Am Montag waren die Einheiten auf dem Amberger Markplatz zum Verabschiedungsappell aufmarschiert.
Die Fahnen flatterten im Wind, als die Soldaten im Gleichschritt einmarschierten. Mit in der Formation befanden sich auch Angehörige des Panzergrenadierbataillons 122. Aus der Grenzlandkaserne werden demnächst Uniformierte in dreifacher Kompaniestärke nach Afghanistan entsandt. Im Herbst wird eine weitere Kompanie in den Kosovo verlegt.Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verfolgten einige Hundert Zuschauer das Zeremoniell. Schneidige Marschmusik erfüllt den Marktplatz, als das Heeresmusikkorps 10 ins Zentrum der Altstadt einzog. Die beiden Kommandeure, Generalmajor Markus Bentler von der 10. Panzerdivision aus Sigmaringen und Brigadegeneral Lutz Niemann von der Panzerbrigade 12, schritten gemeinsam mit Innenstaatssekretär Jürgen W. Heike und Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer die Paradeaufstellung ab.
In seiner Ansprache führte Generalmajor Bentler seinen Soldaten den hohen, auch moralischen Wert ihrer Aufgabe vor Augen. Außerdem wies er auf die Risiken des Einsatzes hin: "Was als normaler Auftrag beginnt, kann zum Kampf ums Überleben werden." Die Soldaten seien Botschafter Deutschlands, weswegen er von ihnen Disziplin einforderte. Kommandeur Lutz Niemann stellte an die Soldaten gewandt klar: "Gesunde Rückkehr ist nicht unser Auftrag. Unser Auftrag ist die Stabilisierung des Einsatzgebiets mit militärischen Mitteln." Die damit verbundenen Risiken seien - Dank guter Ausbildung und Ausrüstung - tragbar. Oberbürgermeister Dandorfer stellte fest, dass sich die Bundeswehr zu einem globalen Sicherheitsakteur entwickelt habe.
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