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Von (hcz)  |  22.12.2007  | Netzcode: 1213190  |  595 Mal gelesen.
Weiden/Wiesau

Speerspitze aus der Jungsteinzeit

Geo-Geschichten und mehr Historisches aus der "Oberpfälzer Heimat"

Weiden/Wiesau. (hcz) Den neuesten Band der "Oberpfälzer Heimat" stellten Petra Vorsatz und Adalbert Busl am Dienstag im "Alten Eichamt" vor. Der heimatkundliche Arbeitskreis des Oberpfälzer Waldvereins präsentiert darin auf 210 Seiten zum 52. Mal hochinteressante Beiträge zur Heimatkunde.

Busl, Rektor in Wiesau, wertet seit vielen Jahren die Beiträge aus und stellt sie zusammen. Im 52. Band 2008 der seit 1956 erscheinenden Reihe präsentieren 18 Autoren Ausführungen zu unterschiedlichsten Themen. In der "Oberpfälzer Heimat" kommen hochwissenschaftliche Richtigstellungen, wie die "Parksteiner Geo-Geschichte(n)" der Mineralogen Prof. Dr. Harald Dill, Martin Füßl und Berthold Weber, vor.

Geschichtliche Abhandlungen, wie Franz Berglers "Ein Lehen der Krone Böhmens" finden darin ebenso Platz wie Dr. Gerhard Koß, der in "Bei den Leuten des Círn" über die slawische Herkunft des Ortsnamens Schirmitz schreibt. Busl selbst kommt mit einem 13-seitigen Bericht über die "Beziehungen des Klosters Waldsassen und den Vögten von Plauen" zu Wort. Dr. Sebastian Schott, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtarchivs, schreibt über die "Bayerisch- Tschechische Grenzstellung 1933 bis 1939".

Viele andere Beiträge widmen sich beispielsweise einem "Sensationellen Speerspitzenfund aus der Jungsteinzeit", dem "Herrn von Räsewitz", der ja bekanntlich Erbherr auf Muglhof gewesen ist, dem "goldenen Zeitalter von Waldthurn", dem "Oberforstmeister Theodor Siebenlist" oder auch "Extremen Wettererscheinungen zwischen 1787 und 1855". Heinrich Deinzer belegt hier, dass es damals viele Jahre gab, in denen der Winter "offen", also ohne Schnee und Frost, war. Auch extreme Schneefälle in späten Mai-Tagen führt er auf. Kein Grund jetzt also für Klima-Hysterie?

Was uns eine "Stadtrechtsurkunde von Furth im Wald von 1332" zu sagen hat, erläutert Werner Perlinger und Bernhard M. Baron führt mit einer "Litera-Tour" die Glasstraße entlang. Die neueste Ausgabe der "Oberpfälzer Heimat" ist zum Preis von neun Euro im Buchhandel und im Stadtmuseum erhältlich.

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