- Seite 1
- Seite 2
Regensburg
Konkurrenz statt Kooperation?
Gleich zwei "Internationale Schulen" wollen in Regensburg im Herbst 2008 starten
Regensburg. (pk) Weltbürger dank internationaler Schulbildung - ein Bedürfnis, das in Regensburg schon lange besteht. Nachdem jahrelang nur davon geredet wurde, gibt es jetzt gleich zwei Angebote: die "Internationale Schule Regensburg" (ISR) mit Sitz an der Lappersdorfer Volksschule und die "Regensburg International School" (RIS), die noch kein geeignetes Gebäude gefunden hat.
Beide Konzepte sehen als Abschluss das weltweit anerkannte International Baccalaureate (IB) vor. Dieser Hochschulzugang kann in der 12. Klasse in 119 Ländern unter gleichen Bedingungen erreicht werden. Beide Schulen wollen im Herbst 2008 starten. Beide Konzepte wollen sich nach Aussage ihrer Macher nicht Konkurrenz machen, tun es aber doch. Kooperationsgespräche fanden zwar statt, führten aber zu keinem Ergebnis.Am 20. Juni hatte Dr. Jutta Pamler, weltgereiste Allgemeinärztin und gebürtige Schwandorferin, ihr ganzheitlich orientiertes ISR-Schulkonzept erstmals einem Kreis von Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft vorgestellt. Am 1. Dezember lud der ISR-Förderverein zu einem Informationsabend in die Räume des Sportzentrums Kareth-Lappersdorf. Fast 200 interessierte Menschen kamen.
Keine Eliteschulen
Nun zogen die Stadt und das Stadtmarketing Regensburg nach: Am 7. Dezember lud das Stadtmarketing zu einer Pressekonferenz, in der es seinerseits das Konzept der RIS vorstellte, dessen Projektleitung beim Stadtmarketingverein liegt. Stadt, Industrie- und Handelskammer sowie Unternehmen der Region sind beteiligt. Die Regensburger orientieren sich an der Bavarian International School (BIS) im Münchner Stadtteil Haimhausen, die 1991 mit fünf Schülern startete. Die Lappersdorfer ISR baut auf den Konzepten von IB (International Baccalaureate Organization, Genf), der Initiative für Praxisforschung ipf in Solothurn (Schweiz) sowie der Universität Plymouth für das europäische Bildungsprojekt "Schule für das Europa von morgen" mit gemeinsamen Lernzielen, Leitlinien, Qualitätsstandards und äquivalenten Schulabschlüssen auf. Sowohl ISR als auch RIS betonen, dass sie keine Eliteschule sein wollten. Beide rechnen mit einer Genehmigung durch die Regierung der Oberpfalz, deren Regierungspräsident Dr. Wolfgang Kunert lieber eine Kooperative sähe. Die ISR geht im Herbst 2008 mit rund 100 Schülern der 1. bis 8. Klasse (also Grundschule bis Sekundarstufe 1) an den Start. Die RIS will im Herbst 2008 den Betrieb in den ersten beiden Grundschulklassen aufnehmen.
- Seite 1
- Seite 2













































































