"Sturm" auf die Oedmühle
Besucherstrom wälzt sich durch historisches Juwel bei Weigendorf
Oed. (fm) Unzählige Passanten blieben seit dem Spätherbst 2002 schon stehen, um den stattlichen Bau neben dem Lehenbach mit seinem rotem Putz und weißen Fensterumrahmungen zu bewundern. Der Außenrenovierung der historischen Oedmühle durch die Eheleute Fabian und Gabriele Bräutigam folgte die behutsame Sanierung im Inneren. Die technische Einrichtung blieb erhalten.
Herausgekommen ist dabei die Wiederbelebung der Gaststube in ihrem gemütlichen Ambiente und die Nutzung der alten Backstube für Weinverkauf und stimmungsvolle Weinproben. Künftigen Gästen und Besuchergruppen wird auch eine Mühlenführung angeboten, wie sie zum "Tag des Denkmals" eine kaum erwartete große Besucherzahl erleben durfte.
Von Ort, Gemeinde, näherer und weiterer Umgebung hatten sich so viele Gäste eingefunden, dass die Führungen von Gabriele Bräutigam samt kurzem geschichtlichen Abriss über die Haushistorie den ganzen Sonntagnachmittag andauerten.
Vorangegangen war die "Öffnung" des Mühlentrakts durch die Eigentümer, die sich einer erwartungsvollen großen Gästeschar gegenübersahen. Nach dem Dank an die unterstützende Denkmalschutzbehörde sowie an alle bei der Sanierung beteiligten Fachfirmen, Handwerker und Freunde wurde von den Bräutigams zur Besichtigung, die nur in kleineren Gruppen möglich war, eingeladen.
Weigendorfs Bürgermeister Georg Schmid war begeistert von der Sanierung eines historischen Gebäudes, das neben dem neuen Wohnsitz der Eigentümer auch eine gastronomische und gewerbliche Nutzung bietet. Dies sei für den Tourismus ein Gewinn.
Der Besucherstrom wälzte sich ohne Unterlass durch die fünf Stockwerke des Mühlentrakts. Die vier Mahlwerke im Erdgeschoss samt ergänzenden Geräten, Getreidespeichern, Zuleitungen und Gerätschaften gaben einen Einblick in alte Technik. Dazu gehörte auch der Transmissionsraum im Untergeschoss, dessen Treibräder vom Strom einer Turbine angetrieben wurden, die ihre Kraft aus einem vom Lehenbach abgezweigten Kanal bezog.
Brücke zur heutigen Zeit
Genauso frequentiert wurde der Gebäudeteil mit dem Gastraum und der Backstube, die als besonderen Blickfang die erhaltene Vorderansicht des Backofens aufweist. Sowohl ein Kreuzgewölbe im Erdgeschoss wie auch geschnitzte Wandschränke in der großen Diele des Obergeschosses wurden renoviert und unterstreichen den historischen Bestand.
Die Brücke zur heutigen Zeit schlägt das modern ausgestattete Büro mit Computern neben den Mahlwerken und die dem jetzigen Stand entsprechenden Wohnräume im ausladenden Giebel des Wohnteils. Dazu kommt für die Gastronomie eine Küche mit Nebenräumen neben der Gaststube.
Von der Gastlichkeit konnten sich die Besucher durch das Bereitstellen von Happen sowie Getränken überzeugen und fanden im sonnenbeschienenen Hof des Anwesens genug Platz. Der vor langer Zeit zur Mühle gehörende Stadel, von den Eigentümern Kraus ebenfalls saniert, ergänzte das gemütliche Verweilen.
Heute
Gestern








