Ermhof
Ein Stück christliche Identität
Ökumenisches Kirchenfest an der Ausgrabungsstelle in Ermhof ein "Magnet"
Ermhof. (wsl) Fast schien es, als könne der Weiler Ermhof an seine vergangene große Wallfahrtstradition anknüpfen: Hunderte von Besuchern fanden sich am Sonntag an der ehemaligen St. Martinskirche ein, wo vor mehr als 1200 Jahren erstmals Gottesdienst gefeiert wurde. Ganz im ökumenischen Geist gedachte die Gemeinde an den freigelegten Fundamenten der Urkirche von Neukirchen den Wurzeln christlichen Glaubens.
Lesungen, Fürbitten und besinnliche Worte der beiden Ortsgeistlichen von Etzelwang und Neukirchen, vereint mit dem Gesang der beiden Kirchenchöre und begleitet von den Klängen des evangelischen Posaunenchores - dies alles gab dem Gottesdienst unter freiem Himmel ein festliches Gepräge und einen würdigen Rahmen.Wichtig fürs LebenPfarrerin Barbara Meister-Hechtel aus Etzelwang griff zurück auf einen Text aus dem 5. Buch Mose, auch Deuteronomium genannt. Erinnerungen seien wichtig fürs Leben, ohne sie wäre es einsam und leer. Aus seinen Erinnerungen könne ein Mensch Kraft und Zuversicht für die Zukunft schöpfen, genauso wie damals die kollektiven Erinnerungen an das gelobte Land dem geknechteten Volk Israel im fernen Ägypten zum Überleben verhalfen.
"Mit dem heutigen Tag wollen wir uns auch wieder die Erinnerungen an jene frühchristliche Tradition von Ermhof bewusst machen, die durch die Ausgrabungen so unvermittelt zu Tage getreten ist", sagte die Geistliche. Dabei gelte es auch, Gott zu gedenken, der die Menschen dieses Raumes durch gute wie schlechte Zeiten getragen habe.
- Seite 1
- Seite 2
Heute
Gestern








