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21.07.2003  | Netzcode: 10106985  |  451 Mal gelesen.

Romantische Impressionen

Sudeten Philharmonie, Dariusz Mikulski und Katarzyna Mycka eröffnen 16. Wurzer Sommer



Von Anastasia Poscharsky-Ziegler

Püchersreuth/Wurz. Die musikalische Geschichte und die brandaktuelle Gegenwart wurden am Samstag romantisch beleuchtet und machten neugierig auf mehr: 350 Konzertgäste genossen unter freiem Sommerhimmel den Beginn der elfteiligen Konzertreihe 16. Wurzer Sommer, zu dem Dr. Rita Kielhorn zu "Europäischer Romantik" in ihren historischen Pfarrhof lädt.

Vom Publikum geschätzt

Nach kurzfristiger Absage der Arthur Rubinstein Philharmonie hatte der Solo-Hornist und Dirigent Dariusz Mikulski seine 21 Musiker der Sudeten Philharmonie aus Waldenburg mitgebracht - und als "Zuckerl" seine Frau, die preisgekrönte Marimbistin Katarzyna Mycka, die seit ihren bisherigen zwei Auftritten in Wurz vom Publikum besonders geschätzt wird.

Eingerahmt in Werke großer Meister, die Wegbereiter der Romantik waren, Haydns Symphonie "La Passione" und das berühmte zweite Hornkonzert von Mozart sowie dessen erstaunliches Jugendwerk der Sinfonie Nr. 29 A-Dur, standen zwei zeitgenössische deutsche Komponisten im zentralen Spannungsfeld.

Zunächst der anwesende Oberpfälzer Eckhard Kopetzki, der an der Berufsfachschule Sulzbach-Rosenberg unterrichtet, mit seinem "Konzert für Marimba und Orchester", das in fünf harmonischen Sätzen sehr kreativ mit den Möglichkeiten des Percussion-Instruments und den von Konzertmeisterin Danuta Organisciuk hervorragend geführten Streichern umging.

Keine Angst vor zeitgenössischen Werken, dieses Motto galt auch für das Auftragswerk der interpretierenden polnischen Künstler an den Stuttgarter Geiger, Pianist und Komponist Gregor Hübner, der in New York lebt. Zwei Sätze seiner "Latin Suite" für Marimba, Horn und Streicher (die im letzten September Uraufführung hatte) gingen stark in Richtung Jazz: der wilde Tango und die melancholische Guajira.

Verschiedene Klangfarben

Die Marimbistin zeigte sich hier überragend als "Botschafterin der polnischen Schlagzeugkunst", als Zauberin an ihrem afrikanisch-südamerikanischen Instrument, mit reichen fünf Oktaven und oft vier gleichzeitig klingenden Tönen. Mit jeweils zwei Schlägeln in den Händen, die Mycka oft wechselte, entlockte sie verschiedene Klangfarben. Zum Schluss erfüllte die Marimbistin mit den Tambourin-Variationen des Japaners Keiko Abe ihrem Publikum den Herzenswunsch: ein Solo.

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