Lissabon
Solidarität mit den Griechen
Europäische Union will fortan Dürre und Flächenbrände gemeinsam bekämpfen
Sie kamen überein, dass Wassermangel und Dürrekatastrophen "europäische Probleme" seien, denen die EU-Staaten gemeinsam begegnen müssten. Das Observatorium soll Daten für die Bekämpfung solcher Katastrophen sammeln. Die EU- Umweltminister sagten Griechenland nach den Waldbränden Unterstützung zu. Dort schwächten sich die Feuer weiter ab.
Auch die letzten beiden gefährlichen Brände auf dem Berg Parnon im Osten der Peloponnes-Halbinsel und in der gebirgigen Provinz Arkadien ließen nach. Die Lage blieb allerdings äußerst angespannt, weil für die nächsten drei Tage die Winde wieder zulegen sollten. Immer wieder flammten kleine Brände auf. "Äußerste Vorsicht ist geboten", sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Die Feuer bedrohen keine Siedlung mehr. Entspannt war die Lage in Nordgriechenland. Nach starken Regenfällen war die Brandgefahr für diese Region gebannt. Bislang kamen mindestens 65 Menschen in dem Inferno ums Leben.
Die EU will alles tun, Griechenland bei der Überwindung der "schwierigen Situation" zu helfen, sagte der portugiesische Umweltminister und amtierende EU-Ratspräsident Francisco Nunes Correia im Namen der 27 Mitgliedstaaten. Am Samstagvormittag hatte sich EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso ein Bild von der Lage gemacht.
Spanien schlug vor, ein europäisches Zentrum für Dürren und Desertifikation (Wüstenbildung) in Barcelona einzurichten. Die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft trat dafür ein, eine EU-weite Gesetzgebung für den Kampf gegen Dürren und Wassermangel zu erlassen.































