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30.07.2007  | Netzcode: 11050764  |  261 Mal gelesen.

Zu blühendem Blütenbaum entwickelt

Wurzer Sommerkonzerte feiern "20-Jähriges" mit 270 Gästen und "Altneihauser Feierwehrkapell´n"

Püchersreuth/Wurz.(apz) "Dr. Rita Kielhorn, die verrückte Ärztin aus Berlin, die der Himmel schickte, kaufte in dem Kuhdorf Wurz - kurz vor dem Zusammensturz - den Pfarrhof, den ihr der geschickte Pfarrer Unsicker aufs Auge drückte und die Wurzer - wie sie halt so sind - dachten, dass die Kielhorn spinnt." Mit diesen wohl gesetzten Worten beschrieb Kommandant Norbert Neugirg von der "Altneihauser Feierwehrkapell'n" humorvoll die Entstehung der Wurzer Sommerkonzerte.

270 Gästen waren am Freitag in den romantischen Pfarrhofgarten zum Auftakt zu den folgenden zehn Konzerten gekommen, um den 20. "Geburtstag" der Veranstaltungsreihe zu feiern, darunter Landrat Simon Wittmann, Kreisräte, Bürgermeister Lorenz Enslein, zahlreiche Freunde und Verwandte von Dr. Kielhorn sowie ihre Söhne Sebastian und Martin. Aus weitem Umkreis waren Besucher aus Schlesien, Berlin, München, Düsseldorf und Gummersbach angereist. Auch ärztliche Kollegen feierten mit, wie Dr. Heribert Fleischmann vom Bezirkskrankenhaus Wöllershof, die beiden Pfarrer Franz Unsicker und Christian Rakete, NT-Chefredakteur Clemens Fütterer sowie die ausstellenden Künstler dieser Saison: Christl Pelikan-Geismann aus Sulzbach-Rosenberg und Michael K. Yamaoka aus New York.

Schräges Ständchen



Die neun Mann der "Altneihauser", allesamt abenteuerliche Gestalten, wurden ihrem guten Ruf mehr als gerecht: Mit Trommel, Quetsche, Horn-Urinal, Klarinette und Trompeten lieferten sie so manchen Misston ab: Ein recht schräges "Happy Birthday", nebst der Deutschland- und der Bayernhymne sowie das dem Pfarrhof gewidmete "Alte Haus von Rocky Docky". Neugirg hatte für sein freches Mundwerk ebenfalls viel amüsantes Blech produziert: "Irgendwann traf Kielhorn im Feriensitz des Pfarrhofs Wurz der Geistesblitz, dass Musikanten aus dem Osten, die so viel nicht kosten, hier - sofern sie wollten - Musik abliefern sollten." Mit etlichen Reimen, würdigte Neugirg auch das jedes Abendkonzert krönende Buffet in der Scheune: "Frau Dr. Kielhorn, die vom Schlesierland über Preußen Wurz in Bayern fand, ist samt ihres Buffets mit Schmalz ein Glücksfall für die Oberpfalz."

"Wir haben Sie schon lange zur Oberpfälzerin ernannt", lobte Landrat Wittmann Dr. Kielhorn, die sich durch ihr ganzheitliches Konzept aus Kultur, Kunst, Natur und geselligem Beisammensein in einmaliger Art auszeichne. Auch Bürgermeister Lorenz Enslein bescheinigte der ersten Ehrenbürgerin seiner Gemeinde Püchersreuth und der Kulturpreisträgerin des Landkreises Neustadt professionelles Organisationstalent.

Als Gründungsmitglied des Freundeskreises staunte Helga Herzer darüber, dass (auch Dank der Gunst des treuen Publikums) aus dem einst zarten Pflänzchen ein blühender Blütenbaum gewachsen sei. Für den Vorstand und die "Truppe im Hintergrund" überreichte Wilhelm Cantzler gelbe Rosen und einen Schokoladenkuchen mit dem Emblem der Konzertreihe.

Bilder aus 19 Jahren



Zudem zeigte Cantzler im Marstall einen fotografischen Spaziergang durch die vergangenen 19 Jahre. Stellvertretend für das nur in Hunderten zu zählende Stammpublikum überraschte der Erbendorfer Konditormeister Hans Kohr die Gastgeberin mit einem süßen Dankeschön. Überwältigt von der großen Anerkennung erhob Dr. Kielhorn erstmals Ehrenmitglieder in den Freundeskreis: für ihr jahrelanges Engagement für die Sommerkonzerte Maria Enslein und Helga Herzer, sowie Stefanie Ulbrich und Anneliese Weig für Aktionen zugunsten der Reihe.


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