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Von (apz)  |  27.07.2007  | Netzcode: 11049405  |  227 Mal gelesen.
Wurz

Wurzer Sommer: Auftakt mit Dreiklang

Heute Geburtstagsfeier mit "Altneihauser" - Bis 8. September zehn Konzerte - Mehrere Ausstellungen

Wurz. (apz) Ein neues Seidenbanner der russischen Künstlerin Tatjana Tschapurgina schmückt den schönen Muttone-Pfarrhof zum Jubiläumssommer: Zum 20. Mal veranstaltet die Berliner Ärztin Dr. Rita Kielhorn, die längst Oberpfälzerin aus Liebe ist, die Wurzer Sommerkonzerte mit Klassik und leichter Muse, interpretiert von Künstlern aus Ost- und West.

Nach einer Geburtstagsfeier heute Abend mit der "Altneihauser Feierwehrkapell'n" startet der Jubiläumssommer mit insgesamt zehn Veranstaltungen zunächst mit dem Posaunenquintett Berlin, das am Samstag um 18 Uhr im paradiesischen Garten des Pfarrhofs auftritt. Gleich am Sonntag um 16 Uhr folgt der zweite Streich: Das russische Domra- und Balalaika-Ensemble "Exprompt" bietet Traditionelles zum Motto "Moskauer Nächte" unter freiem Himmel, bei schlechtem Wetter im Marstall oder der nahe liegenden St.-Matthäus-Kirche.

Gefeiert wird in diesem Jahr, dass die einzigartige Konzertreihe, die eine "beglückende Einheit von Musik und Natur bildet" (Eberhard Otto im NT nach dem ersten Konzert mit dem Studiosextett Lodz im Sommer 1988 mit 500 begeisterten Besuchern) bisher in 160 Konzerten 850 Musiker aus West- und Osteuropa einem Publikum von 30 000 Musikfreunden geboten hat.

Die Jubiläumsgala konzentriert sich daher auf große Namen und Ensemble, die oft schon mehrfach in Wurz zu hören waren (wie das Rimsky-Korsakow-Quartett schon vier Mal oder das Vilnius-Quartett sechs Mal) oder als unbekannte Debütanten zwischenzeitlich zu Stars wurden, wie die Harfenistin Jana Bouskova, die sich 1995 in Wurz vorstellte. Wie immer gibt es auch Attraktionen. Dazu gehören die zehn Cellisten aus Sankt Petersburg am 18. August und neue Begegnungen wie am 2. September mit dem baltischen Meister des Cellos David Geringas.

Grafiken und Bilder



Als Kielhorn den Wurzer Pfarrhof am Pfingstmontag 1973 erstmals sah und sich trotz Fledermäusen, Spinnweben und schief hängendem Hoftor in das Anwesen verliebte, wollte sie es nach dessen denkmalgerechter Sanierung mit Musik und Kunst füllen. Daher sind auch heuer wieder parallel zu den Konzerten im Marstall und der Galerie Ausstellungen zu sehen: diesmal von Grafiken Berliner Künstler aus dem Ende des 20. Jahrhunderts (zum Beispiel von Peter Ackermann, Peter Sorge und Joachim Palm) sowie die Millefiori-Kunst der "Tausend Blümchen" der Sulzbach-Rosenbergerin Christl Pelikan-Geismann, aber auch Fotografien des Japaners Michael K. Yamaoka, dessen Leben und Arbeit, wie das der Künstlerin, stark von New York geprägt sind.

Für Reinhold Zapf, den Tourismusreferenten des Landkreises Neustadt, der die Wurzer Sommerkonzerte vom ersten Tag an unterstützt, ist die Konzertreihe eine "Brücke zum flachen Land", ein Meilenstein der Kultur, der die Region für Einheimische wie Touristen attraktiver macht. Der 90-köpfige Freundeskreis der Wurzer Sommerkonzerte wünscht sich, zum Jubiläum endlich die "Schallmauer" von 100 Mitgliedern zu durchbrechen. Mitgliedsformulare sind im hellblauen Programmheft mit reichen Informationen zu allen Veranstaltungen enthalten.

Vorverkauf



Konzertkarten zu 16 Euro (ermäßigt zehn Euro) und Gutscheine sind erhältlich bei: Firma Enslein, Stadtplatz 14, in Neustadt (Telefon 09602/ 7020), beim Ticket-Service "Der neue Tag" in Weiden (Telefon 0961/ 85555) sowie bei der Buchhandlung Rupprecht in Weiden, (Telefon 0961/ 4824020) und unter www.oberpfalzkarten.de.


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