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Von (si)  |  07.07.2007  | Netzcode: 11038088  |  507 Mal gelesen.
Wiesau

"Ein Impuls für die gesamte Region"

Auto-Terminal Wiesau startet im August - Grundstückskauf macht Ansiedlung perfekt

Wiesau. (si) "Heute ist ein historischer Tag für Wiesau", kommentierte Bürgermeister Toni Dutz sichtlich erfreut und erleichtert die Unterschriftsunterzeichnung mit der Bahn. Mit dem Kauf des Bahngeländes durch die Marktgemeinde und der Übergabe des Geländes im Erbbaurecht an die Firma ATW (Auto-Terminal Wiesau) unter notarieller Aufsicht, steht der Ansiedelung der Firma nun nichts mehr im Wege. Bis zu 70 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Die Wiesauer Markträte haben durch ihre Beschlüsse die Wege für ATW geebnet; die Verwaltung hat in Rekordzeit alle rechtlichen Voraussetzungen gemeinsam mit den Verantwortlichen der Firma geklärt. "Knackpunkt" war der notwendige Erwerb des Bahngeländes. Der wurde nun am Freitag zu aller Zufriedenheit notariell beurkundet.

"Diese Firma wird einen Impuls für die gesamte Region geben", ist sich Toni Dutz sicher. Bahn, Kommune und Privatunternehmer hätten die Weichen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung gestellt. Jahrzehntelang sei Wiesau ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt gewesen, der jetzt durch ATW wieder belebt werde. Für die Marktgemeinde stünden die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Belebung der Wirtschaft im Fordergrund, weniger die Gewerbesteuereinnahmen, versicherte Bürgermeister Dutz.

Der Bürgermeister dankte nach der Unterzeichnung allen, die mitgeholfen haben, dieses Projekt möglich zu machen. Namentlich nannte er allen voran Landrat Karl Haberkorn und Manfred Dietrich. Für die örtlichen Autohändler stelle ATW keine Konkurrenz dar, da hier keine Autos verkauft würden.

Ulrich Kaifler, Leiter Vertrieb Deutsche Bahn AG, dankte der Marktgemeinde für den Kauf des Grundstücks und wünschte der Kommune ebenso wie den Betreibern viel Erfolg. Für die Bahn sei es wichtig, dass der Güterverkehr in Wiesau wieder angekurbelt werde. "Wir wollten ein Zeichen setzen und zeigen, dass sich die Bahn nicht nur auf große Zentren konzentriert."

ATW-Geschäftsführer Josef Gill zeigte sich überrascht, wie flexibel die Bahn gehandelt habe. Zum 1. September wird der ATW-Firmensitz von Leonberg nach Wiesau verlegt. "Bereits am 1. August ist offiziell Start und die ersten Fahrzeuge werden anrollen." Für alle Beteiligten heißt es nun, in Rekordzeit das Gelände dafür vorzubereiten. In vier bis sechs Wochen soll alles fertig sein. Probleme sah Gill lediglich bei der Materialzufuhr, wie Schotter, Rasengittersteinen und dergleichen. "Mit den örtlichen Baufirmen haben wir keine Probleme, die sind bereit." Die Zukunft von ATW sah der Geschäftsführer positiv. "Die Kauflust in Sachen Auto, vor allem bei den hochwertigeren, ist ungebremst." "Made in Germany" sei gefragt. Die Auftragsbücher der Firmen seien gefüllt und die Werksparkplätze zu klein, was eine Verlagerung der Fahrzeuge notwendig mache. Hier komme ATW ins Spiel. Wiesau biete die ideale Infrastruktur mit Bahn- und Autobahnanbindung; die Lage an sich sei optimal. Gill: "Wir wollen, dass der Kunde merkt, das die Autos aus Wiesau besser sind, weil sie gewartet und gepflegt werden." Der Aufbau der Firma ist in drei Phasen geplant. Nach Abschluss, Ende des nächsten Jahres sollen aus den anfangs 40, 70 neue Arbeitsplätze werden. "Wir brauchen am Anfang vor allem LKW-Fahrer und Lastwagen, dann Platz- und Pflegepersonal und Leute, die die Fahrzeuge kontrollieren, ob sie in Ordnung sind."

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