München
"Ich muss immer gut ausschauen"
Exklusiv-Interview mit dem neuen Top-Model Barbara Meier aus Amberg
München. (uz) Bei der Gala zum "Bayerischen Fernsehpreis" sonnte sich auch Ministerpräsident Edmund Stoiber an der Seite des neuen Top-Models Barbara Meier aus Amberg. Die Models saßen von vier Sicherheitskräften gut abgeschirmt im Separee des Prinzregententheaters. Barbara Meier gab unserer Zeitung dennoch ein Exklusiv-Interview.
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| Barbara (Mitte) mit den anderen beiden "Top-Model"-Finalistinnen Hana (links) und Anni bei der der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises vor dem Prinzregententheater in München. (Bild: dpa) |
Barbara Meier: Das ist schwer zu sagen. Der Druck von der Sendung ist jetzt natürlich weg, dass ich ständig überlegen muss, wie bewertet die Jury mein Verhalten, was sagt sie dazu, was ich mache. Aber ich hab halt jetzt einen ganz anderen Druck, weil, ich muss, wenn ich aus dem Haus geh' immer gut ausschauen, ich muss ständig Interviews geben. Es ist einfach ein ganz anderer Druck, den ich momentan habe. Es ist halt sehr stressig, aber es macht auf jeden Fall noch viel Spaß.
Sehnt man sich da trotzdem manchmal nach zu Hause?
Barbara Meier: Ja, ich sehn mich natürlich nach zu Hause. Auch während der Show haben mir meine Familie, meine Freunde schon sehr stark gefehlt. Es ist natürlich jetzt auch super spannend, da wo ich jetzt bin. Dass ich viel rumkomme, dass ich viel sehe. Aber ich find' das recht traurig. Ich würde das alles viel lieber mit meinen Menschen erleben. Ganz einfach, ich würde die oft gerne mitnehmen. Ich würde zum Beispiel gerne meiner Mama eine andere Stadt zeigen. Oder mit meinen Freunden auf so eine Party gehen wollen. Das fehlt schon ein bisschen.
Sie kommen aus Amberg. Waren Sie schon auch einmal in Weiden und welche Stadt gefällt Ihnen besser?
Barbara Meier: Ich war natürlich auch schon in Weiden, das ist ja auch nicht so weit weg. Und in Wiesau war ich schon mal ein Jahr lang. Aber ich muss sagen: Amberg ist natürlich meine Heimatstadt. Ich habe 18 Jahre lang gewohnt und es wird auch immer meine Heimatstadt bleiben - und meine Lieblingsstadt.
Wie sehen Ihre Pläne jetzt aus? Werden wir Sie in der Region jetzt überhaupt nicht mehr sehen?
Barbara Meier: Meine Pläne sind momentan noch gar nicht so konkret. Wie gesagt, es ist jetzt noch gar nicht so lange her, dass ich jetzt gewonnen habe und es ist einfach alles noch zu viel für mich. Alles stürmt so auf mich ein. Aber ich werde versuchen, sooft ich kann wieder in meine Heimat heimzukommen, meine Familie ist da, meine Freunde sind weiterhin da und die werde ich natürlich sooft es geht besuchen kommen.
Kommen Sie dann inkognito?
Barbara Meier: Ich weiß wirklich selber nicht, wann ich wieder in Amberg sein werde. Ich weiß auch nicht, ob ich öffentlich kommen werde oder inkognito. Ich muss es mir noch überlegen.
Fällt das Lächeln nach einem solchen Fotomarathon, wie beim Bayerischen Fernsehpreis, nicht manchmal sehr schwer?
Barbara Meier: Ja, das Lächeln ist mir ja allgemein immer ein bisschen schwer gefallen. Das hat man ja auch gesehen, bei diesen Shootings, bei denen man immer cool schauen musste. Das war für mich immer leichter. Aber das Problem ist halt, auch immer bei solchen Presse-Shootings, die dauern immer eine Viertelstunde lang. Und man kann einfach nicht eine Viertelstunde lang durchgehend lächeln, selbst wenn man glücklich ist. Das geht einfach nicht. Irgendeinmal verkrampft sich das Gesicht. Das ist schon schwierig. Aber, mein Gott.
Essen Sie gerne und wenn ja was?
Barbara Meier: Ich esse gerne, ja. Ich muss in der letzten Zeit natürlich etwas aufpassen, dass ich mich ein bisschen gesünder ernähre. Ich esse natürlich genauso gerne so typische bayerische Sachen. Bratwürste, Sauerkraut, so was, klar.
Wenn Sie manchmal diese superdünnen Models, schon am Rande der Magersucht, sehen, wie stellen Sie sich dazu? Das ist ja auch ein Teil des Geschäftes.
Barbara Meier: Ich finde das nicht gut. Wenn man irgendwelche Kleidung präsentieren will, finde ich das nicht gut, wenn man da so dünne Models hat, weil ich finde, an etwas fülligeren Frauen schauen Kleidungsstücke einfach besser aus. Und wenn jetzt jemand von mir erwarten würde, dass ich so dünn sein müsste um seine Kleidung vorzuführen, dann würde ich den Job lieber nicht machen wollen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Barbara Meier: Ich wünsche mir natürlich erst einmal, dass es gut weiterläuft mit dem Modeln. Ob das jetzt was für länger ist oder nicht, das kommt darauf an, was ich daraus mache. Ich kann mich natürlich nicht darauf verlassen, ich hab hier gewonnen und jetzt dreht sich alles nur noch um mich. Ich muss da selber dran arbeiten, dass es weitergeht.
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