Nur nicht stürzen!
Wohnen im Alter Vortragsthema beim Seniorengespräch
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| Wohnraumberaterin Petra Ihring stellte Hilfen für das Wohnen im Alter vor. |
Um eine möglichst uneingeschränkte Mobilität in der Wohnung zu gewährleisten, auch mit Rollstuhl oder Rollator, ist es erst einmal wichtig, vorhandene Barrieren einzuebnen. Mit Hilfe von Rampen lassen sich Türschwellen und Ähnliches überwinden. An neuralgischen Stellen helfen Handgriffe weiter, die man in der Sanitärabteilung der Baumärkte billig bekommen kann. Ist der Bewohner noch in der Lage, selbstständig Treppen zu steigen, müssen beidseitige Handläufe her. Und zwar bis "vor und nach der Stufe", um einen sicheren Übergang zur Ebene zu ermöglichen. Die größte Gefahr für den alten Menschen geht von einem Sturz aus, deshalb sollte man hier nicht sparen.
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| Ein Pflegerahmen ist auch schon nützlich, wenn noch keine Pflege im Bett erforderlich ist: Dann dient er als Hilfe beim Ein- und Aussteigen. Bilder: Harald Mohr |
Ein weiteres Problem ist das Aufstehen von Stühlen oder aus dem Bett. Hier helfen Erhöhungen von Stühlen, Toilettensitz-Erhöhungen und ein Pflegerahmen, der anstelle des vorhandenen Bettrahmens eingesetzt werden kann. Er kann mittels Fernbedienung hochgefahren werde, was den Ausstieg aus dem Bett erleichtert. Problematisch ist das Bad. Da hilft oft nur ein kompletter Umbau. So kann der Bewohner häufig die Schwelle zur Dusche nicht mehr sicher überwinden. Abhilfe schafft eine bodengleiche Duschtasse und darin ein Duschhocker oder ein an der Wand montierter, herunterklappbarer Duschsitz. Will der Bewohner weiterhin die Badewanne benutzen, kommt man um einen Wannenlifter nicht herum. Da die Tür zum Bad meistens nach innen aufgeht, sollte man sie durch eine Schiebetür ersetzen, die man auch dann noch öffnen kann, wenn der Bewohner im Bad auf dem Boden liegen sollte.
Neben solchen Umbauten gibt es eine Menge Kleinigkeiten, die dem alten Menschen das Leben erleichtern. So ein Großtasten-Telefon, das gut sichtbare Tasten für fest gespeicherte Nummern hat, etwa die des Hausarztes oder des Pflegedienstes. Die ideale Lösung für allein Wohnende ist das Notruf-Telefon. Eine Not-Taste bleibt hier immer an der Person, entweder als Armband oder zum Umhängen. Ein einfaches Drücken der Notruftaste alarmiert dann den Pflegedienst. Ein Rückruf einmal am Tag stellt sicher, dass die zu pflegende Person wohlauf ist.
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| So ein Großtastentelefon mit Kurzwahltasten können auch Senioren mit Sehbehinderung bedienen. |
Damit Helfer schnell das richtige Haus finden, empfiehlt Petra Ihring ein selbstleuchtendes Hausschild. Innen ist eine Nachtbeleuchtung sinnvoll, damit der Bewohner auch ohne Licht zurecht kommt. Das Licht selbst sollte mittels Bewegungsmelder einzuschalten sein. Besonders problematisch ist das alleine Wohnen natürlich für Rollstuhlfahrer. Will dieser noch selber kochen, muss die Küche "unterfahrbar" sein, damit der Rollstuhlfahrer an die Arbeitsfläche kommt. Ein herausziehbarer "Apothekerschrank" hilft, an die Vorräte heranzukommen.
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| Mittels einer kleinen Rampe kann auch ein Rollstuhl ins Haus gelangen. |
Viele der Hilfsmittel im Haus nützen auch jüngeren Bewohnern. So der beidseitige Handlauf an der Kellertreppe. "Er hilft auch der jungen Mutter, die die Wäsche herunterträgt." Der Themenkreis "Wohnen im Alter" und "Selbstbestimmt im Alter leben" ist übrigens auch bei den diesjährigen Seniorentagen am 10. und 11. Oktober das Motto. Harald Mohr
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