Kastl bei Kemnath
Kastl hat viel auf dem "Kastl"
"Schausonntag" am 22. April als Mini-Gewerbeschau
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| Planen den Kastler "Schausonntag": Martin Graser (links), Elisabeth Streng und Bürgermeister Bruno Haberkorn. Bild: Harald Mohr |
„Kastl hat den niedrigsten Altersdurchschnitt im ganzen Landkreis“, erklärt Martin Graser. Er muss es wissen, denn er leitet bei der Verwaltungsgemeinschaft Kemnath, zu der Kastl gehört, das Standes-, Einwohnermelde- und Gewerbeamt sowie das Amt für Sicherheit und öffentliche Ordnung. Mit ihm hat die Kastler Gemeinderätin Elisabeth Streng (Freie Wähler) in letzter Zeit öfter zu tun, denn beide planen mit Bürgermeister Bruno Haberkorn und einigen örtlichen Unternehmern zusammen den ersten „Kastler Schausonntag“ am 22. April von 10 bis 18 Uhr in der Kastler Mehrzweckhalle.
Die Idee kam von jemandem, der erst kürzlich zugezogen war. Kastl wird wegen seiner günstigen Grundstückspreise gerne als Wohnort genutzt von Leuten, die in Bayreuth oder Weiden arbeiten, denn Kastl liegt genau dazwischen. Doch der „Schausonntag“ ist auch für diejenigen gedacht, die schon länger in Kastl wohnen: „Oft wissen nicht einmal Einheimische, welche Betriebe es vor Ort gibt.“
Die zeigten auch Interesse an der pfiffigen Aktion. „Es war doch Rückmeldung da“, war die Initiatorin überrascht. Noch beteiligen sich nicht alle Gewerbetreibenden: „Sicher sind manche noch skeptisch.“ Doch für das erste Mal ist die Beteiligung nicht schlecht: Immerhin 19 Betriebe und Selbstständige werden teilnehmen. Fürs erste auch genug. „Wir sind an der Kapazitätsgrenze“, sagt Martin Graser. 189 Quadratmeter hat man in der Halle und im Foyer belegt, dazu kommen 61 Quadratmeter Freifläche.
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| Kastl ist nicht nur schön gelegen, sondern hat auch gewerbemäßig was auf dem "Kastl". Bild: Harald Mohr |
Eigentlich könnte man die Aktion „Gewerbeschau“ nennen. Doch „das klingt so hochtrabend“, findet Elisabeth Streng. Auch will man sich nicht mit der Kemnather Gewerbeschau vergleichen, die auch für Besucher von weiter her gedacht ist. „Es soll eine regionale Ausstellung sein“, erklärt Martin Graser. Man will also vor allem die Kastler selber, die Kemnather und Besucher aus der näheren Umgebung anlocken.
Damit das Ganze rund wird, sorgen Kastler Vereine für ein Rahmenprogramm. So wird es etwas für Kinder geben, etwa eine Rundfahrt durch den Ort mit dem Feuerwehrbus. Natürlich hat man auch an Speisen und Getränke gedacht. Und man kann am „Schausonntag“ nicht nur schauen, sondern auch kaufen. Damit auch viele kommen, hat man einen Flyer gedruckt, der demnächst verteilt wird. Der Eintritt zum „Schausonntag“ ist übrigens frei.
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| Hier in der Mehrzweckhalle findet der "Schausonntag" statt. Bild: Harald Mohr |
Die Organisatoren sind jetzt gespannt, wie viele Besucher kommen werden. Sollte die Aktion ein Erfolg werden, könnte sie ein Vorbild für andere kleinere Gemeinden sein. Denn der Trend zur Globalisierung hat in den Menschen auch die Sehnsucht nach etwas Überschaubarem geweckt. Und die kleineren Betriebe vor Ort haben es verdient, mehr Beachtung zu finden. Auch Martin Graser meint: „Gerade in Zeiten des Onlinehandels und der zunehmenden Globalisierung gilt es, den Blick auf die Vorzüge der heimischen Wirtschaft zu lenken.“




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