AMBERG
Kleine Irrgärten sind auf dem Vormarsch
QR-Codes helfen der Informationsgesellschaft, sich zurechtzufinden
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| So sieht zum Beispiel ein QR-Code der Amberger Buchhandlung Lieret aus. Wer ihn mit seinem Handy "liest", gelangt ohne Umschweife direkt zum Online-Shop. |
Verwendet werden die "schnellen Antworten" in Zeitungen und Werbeanzeigen hauptsächlich für komplizierte oder lange Internet-Adressen. So gelangen die Nutzer ohne lästiges (eventuell fehlerhaftes) Eintippen der Adresse auf die richtige Internetseite. Dort gibt es dann die gewünschte Produktinformation oder weiterführende Berichte zu Zeitungsartikeln. Um QR-Codes lesen zu können, braucht man lediglich ein Handy mit Kamera und eine Lesesoftware für QR-Codes (letztere kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden). Das Ganze funktioniert natürlich auch mit einem Tablet-PC oder Notebook.
Der Vorteil für den Nutzer ist, dass er äußerst bequem und schnell Informationen zu genau der Sache erhält, die ihn interessiert. Das kann die HiFi-Anlage eines bestimmten Herstellers sein, ein neues Buch des Lieblingsautors, Öffnungszeiten eines Museums oder Hintergrundinfos zu Zeitungsartikeln, Ausstellungsobjekten, Urlaubszielen, Fahrplänen etcetera.
Dieser Service ist auch deshalb so stark auf dem Vormarsch, weil QR-Codes lizenfrei sind. Jeder darf sie kostenlos erstellen und verwenden. Die Benutzung eines QR-Code-Generators (zum Ausprobieren gibt es im Internet kostenlose Software) ist unkompliziert. Die selbst erstellten QR-Codes lassen sich als Bilddatei speichern und danach ausdrucken, auf Internetseiten und Plakaten platzieren sowie per E-Mail versenden.
Der erste QR-Code in Zeitungen tauchte übrigens erst vor rund vier Jahren auf. Betrachtet man den umfassenden Siegeszug von Handy und Internet, darf man den kleinen, wegweisenden Irrgärten eine blühende Zukunft in unserer Informationsgesellschaft voraussagen.
Und wer hat's erfunden? Entwickelt wurden die QR-Codes 1994 von einer japanischen Firma als maschinenlesbare Codes für die Automobilindustrie. Sie sollten auf kleinster Fläche möglichst viel Informationen speichern können und von den Lesegeräten auch dann noch entschlüsselt werden können, wenn sie verschmutzt sind. (lu)
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