Landkreis setzt auf kommunales Krankenhaus
Kreiskrankenhaus St. Anna wird für 18 Millionen Euro modernisiert
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| Der "Uraltbau" bekam eine dämmende Fassadenverkleidung und wurde dabei auch farblich an den klinkerverkleideten Neubau angepasst. Bilder: Harald Mohr |
Dabei nutzte man die Maximalförderung von 1,14 Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Energiesparen am Krankenhaus". 50 000 bis 60000 Euro wird man voraussichtlich an Heizkosten im Jahr sparen. "Die Förderung hat uns gut getan", berichtete Richard Reisinger. Jetzt geht es aber erst richtig los. Für 18,1 Millionen Euro wird das Krankenhaus bis Oktober 2015 mit umfangreichen Umbaumaßnahmen modernisiert. 11,94 Millionen Euro sind dabei förderfähig, die restlichen 3,9 Millionen Euro wird der Landkreis tragen.
Für den Landrat ist das Geld gut angelegt. "Wir stehen zur Zukunft der kommunalen Trägerschaft." Es sei sicherlich heutzutage schwierig, ein Krankenhaus zu betreiben, aber letztlich könne der Landkreis den Patienten mehr bieten: "Es geht über einen privaten Träger hinaus", so Jens Posluschny, der stellvertretende Krankenhaus-Vorstand. Schon umgesetzt hat man die Erneuerung der Lüftungssteuerung und der Gebäude-Leittechnik. Mitte März werden dann auch die für die Patienten und das Personal sichtbaren Arbeiten beginnen, was "ein hohes Toleranzniveau" erfordern wird, räumte der Landrat ein.
Dafür wird am Ende ein komplett saniertes Krankenhaus herauskommen. Der OP-Bereich wird um einen Raum erweitert, in dem sich bei Bedarf schnell ein vierter OP-Saal einbauen lässt. Die Intensivstation wird saniert und um den Bereich "intermediate care" erweitert. Das ist eine Intensivstation ohne Beatmungsmöglichkeit, also eine Art Mittelding zwischen Intensivstation und normalem Krankenzimmer.
Die Entbindungsstation wird an eine andere Stelle im Gebäude umziehen und dann benachbart zur Wöchnerinnenstation, der Geburtshilfe und der Gynäkologie sein. Die Physiotherapie wird neu gestaltet, wobei das große Bewegungsbecken wegfallen wird. Weiterhin werden die "Chefarztspange", der Inneren Medizin und der Chirurgie, die Umkleideräume, die Medizintechnik, Dienst- und Büroräume sowie die Cafeteria modernisiert. Diese kommt künftig an eine zentrale Stelle. Harald Mohr
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