Kemnath
Intelligent durch Ernährung
Starkoch Alfons Schuhbeck begeistert in Kemnath
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| Immer locker und gut gelaunt: Starkoch Alfons Schuhbeck und zwei Fans aus Waldsassen. Bild: Konrad Rosner |
Beide starteten in Kemnath die bayernweite Kampagne „Intelligent durch Ernährung“. Eingeladen hatte dazu das Staatliche Schulamt Tirschenreuth und die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Oberpfalz. Dr. Schleicher gab zunächst einen umfassenden medizinischen Sachstandsbericht. Er durchleuchtete den Körper, der mit „Aggressoren, mit Friedenstruppen und mit einer Waffenschmiede besetzt“ sei. „Wir können auf unsere Abwehrkräfte voll vertrauen, aber nur, wenn alles funktioniert.“ Zudem wies er immer wieder darauf hin, wie wichtig ein umfassendes, kompaktes und eiweißreiches Frühstück sei.
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| Alte Freunde: Starkoch Alfons Schuhbeck und der Immunologe Dr. Peter Schleicher. Bild: Konrad Rosner |
Schüler ohne Frühstück seien wesentlich träger und machten viele Fehler. Mit dem richtigen Frühstück seien die Kinder leistungsfreudiger und aktiver. Ein kleine Zwischenmahlzeit am Mittag lasse sie erneut aufblühen. Deshalb finde er die Idee, Kinder zum Kochen zu animieren, „einfach hervorragend“.
Nach gut 45 Minuten kam der Star des Abends, Alfons Schuhbeck, auf die Bühne, um dann gleich loszulegen: „Ich red’ a so, wie mir da Schnabel gwachsen is’.“ Locker und leger gab er an die Zuhörer aus der gesamten Oberpfalz, auch viele Oberfranken waren unter den Gästen, viele wichtige Tipps und Anregungen weiter. Sein Credo: „Kräuter und Gewürze sind das Wichtigste im Leben.“ 4000 Jahre lang hätten die Kräuter und Gewürze das Leben der Menschen bestimmt, in den vergangenen Jahren sei jedoch vieles von diesem Wissen verloren gegangen, die Menschen hätten zu sehr auf Pharmaka gesetzt.
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| Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß (links) und Alfons Schuhbeck. Bild: Konrad Rosner |
Erst jetzt sei wieder ein Umdenken feststellbar. „Gewürze sind besser als jede Tablette“, wusste Schuhbeck zu berichten. Bockshornklee, Thymian, Minze, Wacholder oder Dill seien wirksame Mittel gegen Krankheiten. Ein Thymian-Dampfbad vertreibe beispielsweise Heiserkeit. Sodbrennen sollte man mit Kräutern und Gewürzen bekämpfen. Kurkuma sei vor allem für die Senkung von Cholesterin und des Blutdrucks ein wunderbares Gewürz. Der Schwarzkümmel galt früher als das „Aspirin des Orients“.
Eine ausgewogene Ernährung sie bei den heutigen, modernen Menschen kaum mehr feststellbar. Es werde viel zu süß und zu kalorienreich gegessen. Das Wichtigste überhaupt sei ein eiweißreiches Frühstück, damit die Kinder fit und aufnahmefähig in die Schule kommen. Es sei erschreckend, dass heute viele Kinder ohne Frühstück oder mit einem viel zu süßen morgendlichen Essen in die Schule geschickt würden.
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| Daniel ist mächtig stolz auf das Autogramm von Alfons Schuhbeck. Bild: Konrad Rosner |
Wichtig sei jedoch: „Gesundheit muss schmecken.“ Darauf wies er im Laufe des kurzweiligen Abends immer wieder hin. 30 Prozent der täglichen Nahrungsaufnahme sollte Fett sein. Dies brauche der Körper, aber nicht mehr. Dieses Fett sollte vor allem mit einem guten Öl – etwa Leinöl oder Argan-Öl – aufgenommen werden, das stets nativ sein sollte. Beide Öle beugten zudem Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Der Schlüssel für alles sei einen optimale Zubereitung des Essen, das auf keinen Fall bei zu hohen Temperaturen gemacht werden sollte. „Denn wenn’s brodelt, könnt’s ihr alles vergessen. Am Besten ihr gart’s den Braten.“
Schnell kam Schuhbeck anschließend erneut wieder auf Kräuter und Gewürze zu sprechen. „Ich bin jetzt 62 Jahre. Seit 35 Jahren esse ich jeden Tag Ingwer.“ Deshalb sei er noch nie krank gewesen, obwohl jeder Tag für ihn ein 18-Stunden-Arbeitstag sei. „Wenn ich neunzig bin, arbeite ich nur noch halbtags.“
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| Die Häppchen wurden auch an Schulkinder verteilt. Bild: Konrad Rosner |
Er hatte auch einen Rat für die Lehrer: „Es gibt gute und schlechte. „Seid’s guade, denn die Schüler sind auf euch fokussiert, ihr seid für sie Vorbilder. Vor allem von den Kindern, die nicht in geordneten Familienverhältnissen aufwachsen.“ Schuhbeck hatte auch ein vierköpfiges Kochteam mitgebracht, das mit den „Miniköchen“ aus Regensburg kleine Appetits-Anreger zubereitete und an die Besucher verteilte.
Nach seinem mit viel Beifall aufgenommen, stets lockerem und gut gelauntem Referat musste Alfons Schuhbeck noch viele Autogramme geben und sich für so manches Erinnerungsfoto knipsen lassen – eine Pflicht, die er ebenso profihaft und gut gelaunt absolvierte. Konrad Rosner
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| Erinnerungsfoto: die Miniköche aus Regensburg mit Kemnaths Schulleiter Josef Etterer (links) und prominenten Gästen. Bild: Konrad Rosner |







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