Mantel
Hutzastub´n und Werkstatt
Geselligkeit pflegen und Hand anlegen
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Laut Wikipedia kommt das Wort Hutza oder Hutzen aus dem Erzgebirge/Vogtland. Ursprünglich trafen sich Klöpplerinnen bei ihren Nachbarn zu ihrer Arbeit, um in der Geselligkeit Heizkosten zu sparen. Bei dieser Arbeit wurde viel gesungen, und es entstanden viele Reime. So wurde die Hutza- oder Hutzenstube zur Wiege des erzgebirgischen Mundartliedes. Am Abend kamen dann auch die Männer und Burschen vorbei und blieben auf e Dippel Gaffee (eine Tasse Kaffee) und Bebe (Rührkuchen) und sangen mit den Frauen.
Eine andere Quelle meint: Hutzen gehen beinhaltet eine schöne, alte Sitte. Zusammenkommen, Zusammenhocken, um zu Singen, Erzählen, Vergangenes und Zukünftiges durchzusprechen, gut essen, trinken und Handarbeiten, spielen, und sich in der warmen Stube wohl fühlen. Und da ist wirklich jeder Besucher willkommen!
„So soll es auch in unserer Hutzastub´n 1 bis 2 mal im Monat sein“, meint Gerontopsychiatrische Pflegefachfrau Renate Buchfelder. Man trifft sich Nachmittags in der Sonnenstube, plaudert und lacht mit Mitarbeiterinnen des Sozialteams und – auch wichtig – mit Ehrenamtlichen, die für das leibliche Wohl beim Hutzen sorgen und selbstgebackene Kuchen des Teams „Küchenfee“ auftischen.
Für gute Laune werden auch Hausmusik und lustige Gschichtl´n sorgen. Geklöppelt wird wohl nicht , aber Stricken und andere Handarbeiten sind durchaus erwünscht, da kann jeder/jede, wie er/sie will. Auch Ausbesserungsarbeiten an eigenen Kleidungsstücken werden von den Mitarbeiterinnen unterstützt oder im Bedarfsfall übernommen.
Ein weiteres Angebot ist „Die Werkstatt“, die bereits im Dezember als „Weihnachtswerkstatt“ ihren Start hatte. Unter Anleitung von zwei neuen Mitarbeiterinnen im Sozialteam, die als Ergotherapeutinnen bestens dafür gerüstet sind, wird interessierten Bewohnern und Bewohnerinnen ermöglicht, ihre Fingerfertigkeit bei unterschiedlichen Werkstücken zu erproben oder Neues zu erlernen. In Frage kommen dabei Flechtarbeiten, Holzarbeiten und mehr...
Man darf gespannt sein, was bei diesen Angeboten produziert wird. Wer weiß, vielleicht lädt das St. Michael-Zentrum einmal zu einem Bazar ein!



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