Weihnachtsstress? Ja bitte!
Manche Unworte halten sich so zäh wie der Glaube, an Weihnachten hätte es früher immer geschneit: Eines davon ist das Wort "Stress". Es kam in den Siebzigern auf und machte ihre Erfinder zu Bestsellerautoren. Seither lässt sich das Wort nicht mehr ausrotten. Gerade in der Weihnachtszeit soll es ihn geben, diesen "Stress".Zurzeit wird man deshalb jeden Tag mehrmals danach gefragt, ob man denn auch so im "Weihnachtsstress" stehe. Weil ich nicht weiß, was das ist, fällt mir eine Antwort immer schwer. Ich sage dann irgendwas Indifferentes wie "Naja, hält sich in Grenzen" oder "Ein wenig schon". Der Frager schaut dann immer seltsam, denn er hätte als Antwort "Natürlich, und wie!" oder "Ja, es ist wieder furchtbar heuer" erwartet.
Was soll das aber nun sein, dieser Weihnachtsstress? Ein paar Geschenke kaufen, ist das der Stress? Versteh ich nicht, Geschenke kaufen macht doch Spaß! Versuchen Sie's mal so zu sehen. Frohes Fest! Ihr Harald Mohr
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