Amberg
Gute Noten für Nachhaltigkeit
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Umweltschutz sowie Effizienz in Prozessen und Infrastruktur sind neben der Qualität weitere wesentliche Merkmale, die im Gesundheitswesen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, Kostensituation und Patientenversorgung beitragen. Um die Position des Klinikums St. Marien Amberg objektiv zu bestimmen und im nationalen Vergleich weiter auszubauen, hat die Klinikleitung die Fa. Siemens beauftragt, einen Green+ Check durchzuführen, der den Nachhaltigkeitsindex für das Krankenhaus ermittelt und Handlungsfelder zur Verbesserung der Nachhaltigkeit definiert. Die Untersuchungsergebnisse zeigen: Mit einem Green+ Score von 65 (von 100 möglichen) Punkten liegt St. Marien weit über dem Durchschnitt (33) und ist damit das bisher best bewertete Krankenhaus Bayerns im Siemens Green+ Check. Der Siemens-Vertriebsleiter des Sektors Healthcare in Nordbayern, Gerd Peter, überreichte dem stellvertretenden Klinikvorstand Manfred Wendl eine Auszeichnung.
Die Energiekosten steigen, die finanzielle Ausstattung wird enger und der Wettbewerb unter den Einrichtungen wächst. Um die aktuelle Position im Gesundheitsmarkt sowie Verbesserungspotenziale im Klinikum zu bestimmen, hat die Leitung des Klinikums St. Marien den Green+ Check durchführen lassen. Siemens Healthcare hat mit diesem Analysewerkzeug eine objektive und standardisierte Bewertungsmethodik entwickelt, die auf quantitativen Daten und Vergleichswerten sowie der langjährigen Erfahrung der Siemens-Experten im Krankenhausumfeld basiert. Damit kann das individuelle Niveau der Einrichtung in den Kategorien Umwelt, Qualität und Effizienz untersucht und gewichtet werden. Das Ergebnis ist ein individueller Nachhaltigkeitsindex eines Krankenhauses – der Green+ Score - sowie potentielle Handlungsfelder zur Verbesserung der Nachhaltigkeit.
„Der Green+ Check umfasst rund 100 Fragen aus 39 Bereichen – von der Heizung über die klinischen Prozesse bis zur Patientenversorgung“, erklärt Siemens-Vertriebsleiter Gerd Peter. „Im Endeffekt unterstützen wir damit die Krankenhäuser bei der Erreichung ihrer ökonomischen und ökologischen Ziele.“
Die Analyse im Klinikum St. Marien ergab einen Green+ Score von 65. Damit liegt das Klinikum deutlich über dem Durchschnitt – eine durchschnittliche Bewertung in allen Teilbereichen entspräche einem Wert von 33. „Das Klinikum St. Marien Amberg ist im Vergleich zu anderen Häusern in Deutschland bereits sehr gut aufgestellt“, bestätigt Peter. Im Detail erwies sich unter anderem, dass das Energieeffizienzmanagement auf modernstem Stand ist. Auch Prozessqualität und Prozessmanagement im Klinikum sind beispielhaft. Daneben sind die Standards für die Sicherheit der Patienten und des Klinikums hoch und die Befragungen verzeichnen eine ausgesprochen hohe Patientenzufriedenheit.
„Wir haben einen sehr guten Überblick erhalten über unser Haus hinsichtlich Umwelt, Prozessen und auch zur Thematik Nachhaltigkeit. Durch den Green+ Check können wir sehr gut unsere Stärken, aber auch unsere Schwachstellen erkennen. Das ist für uns wichtig, damit wir nach dieser Analyse genau hier ansetzen und weiterarbeiten können“, so der stellvertretenden Klinikumsvorstand Manfred Wendl.
Um sich nun noch weiter in Richtung Nachhaltigkeit auszurichten, plant das Klinikum, das Kennzahlensystem weiter zu verfeinern und den Bereich der Umwelt noch stärker zu berücksichtigen. Auch soll die Informationstechnologie noch weiter in die medizinischen Kernprozesse eingebunden werden. Die medizinische Prozesssteuerung und deren fundierte Prozessbegleitung mittels Kennzahlen wird weiter vertieft werden, auch wenn man hier bereits sehr gut positioniert ist.
Hintergrund:
Der Green+ Check ist Teil des Konzepts Green+ Hospitals, mit dem Siemens Kliniken dabei unterstützt, sich konsequent auf Nachhaltigkeit auszurichten, und zwar im Gleichklang von Umweltschutz, wirtschaftlicher Effizienz und bestmöglicher Qualität für den Patienten. Das Analyse-Tool arbeitet mit Kennzahlen, die mit Referenzwerten anderer Krankenhäuser sowie Benchmarks verglichen und anschließend gemäß ihrer Bedeutung für die Gesamtnachhaltigkeit gewichtet und zum Nachhaltigkeitsindex, dem Green+ Score, aggregiert werden.
Im Rahmen der detaillierten Analyse werden Informationen aus einem Fragebogen sowie Interviews und Erkenntnisse aus Gebäudebegehungen ausgewertet und die Ergebnisse gemäß der Green+ Hospitals-Dimensionen Umwelt, Effizienz und Qualität dargestellt. Zu den Qualitätsfaktoren gehören zum Beispiel Versorgungsqualität der Patienten, Ausbildung der Mitarbeiter, Strategie und gesellschaftliches Engagement. Im Bereich Effizienz werden unter anderem Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, Medizintechnik sowie Arbeitsabläufe untersucht.
„Umwelt“ umfasst vor allem Gebäudeinfra-truktur wie Energieversorgung, Beleuchtung, Abfall oder Wasserverbrauch, untersucht aber auch die Nachhaltigkeit der Lieferantenbeziehungen.
Beim Bayerischen Gesundheitsministerium wurde Green+ Hospitals vorgestellt und der Green+ Check positiv bewertet.



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