Das Helfer-Syndrom
Früher war es selbstverständlich, dass sich Mann und Frau kennenlernen, auch um sich umeinander zu kümmern, und zwar "in guten und in schlechten Tagen". Heute gilt so etwas als psychische Krankheit namens "Helfer-Syndrom".Um die Probleme des anderen dürfte man sich auf gar keinen Fall kümmern, heißt es, denn damit lade man sich ja nur selber diese Probleme auf, und das geht natürlich gar nicht. Menschen werden von diesen Psycho-Gurus behandelt wie überpreiste Gebrauchtwagen, die man sich auf gar keinen Fall in die Garage stellen sollte. Man denke nur an die Reparaturkosten!
Diese unglaubliche Unmenschlichkeit unserer Zeit hat sich längst in sogenannten "Profis für die Seele" manifestiert, die Geld damit machen, bisher halbwegs normale Menschen zu eiskalt berechnenden Egomanen zu erziehen. An der hohen Scheidungsrate, die heute als ganz selbstverständlich hingenommen wird, dürften diese Leute nicht ganz unschuldig sein.
Ihr Harald Mohr
Kommentare
Ihre Kommentare werden veröffentlicht in Kooperation mit der best webnews GmbH, Köln.
zum Thema


versenden
drucken
Leserbrief
kommentieren























