Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  07.09.2011  | Netzcode: 2952805  |  396 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Operationstechnische(r) Assistent(in) OTA

Neuer Ausbildungszweig in der Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege in Amberg

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„Sie haben eine außerordentlich anspruchsvolle Aufgabe vor sich“, betonte die Pflegedirektorin am Klinikum bei der Begrüßung der OTA-Auszubildenden.
Ein in Deutschland immer größer werdender Fachkräftemangel im OP hat dazu geführt, dass die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) 1996 die OTA-Fachausbildung anerkannt hat. Der bisherige und weiter bestehende Weg über die dreijährige Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung und der zusätzlichen zweijährigen Fachweiterbildung wird in einer eigenen dreijährigen Ausbildung zusammengeführt und für den OP spezialisiert.

Dem drohenden Mangel begegnet nun auch das Klinikum St. Marien in Amberg mit der Einführung des neuen Ausbildungszweiges zum(r) Operations-Technischen Assistenten. Dieser umfasst 1600 theoretische und 3000 praktische Unterrichtstunden, um auf die Aufgaben einer Fachkraft im OP vorzubereiten.

Zum Ausbildungsinhalt gehören in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Berufsgruppen die fachkundige Betreuung des Patienten während seines OP-Aufenthaltes, die sterile und unsterile Assistenz während der Operation, die Vorbereitung der einzelnen Eingriffe einschließlich der Verantwortung für die Durchführung hygienischer Maßnahmen und der Bedienung von medizinischen Geräten.

Um den Schülern trotz der spezialisierten Ausbildung für den Fachbereich OP einen umfassenden Überblick in das „System Krankenhaus“ zu verschaffen, enthält die Ausbildung Einsätze in der Notfallaufnahme, Endoskopie, Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung sowie auf einer Pflegestation.

Am Ende der dreijährigen Ausbildung müssen die Schüler nach den Richtlinien der Deutschen Krankenhausgesellschaft eine schriftliche, praktische und mündliche Prüfung ablegen.

„Sie haben eine außerordentlich anspruchsvolle Aufgabe vor sich.“ Dies betonte Frau Wittmann, die Pflegedirektorin am Klinikum St. Marien Amberg bei der Begrüßung der neuen und ersten OTA-Auszubildenden.

So haben sich 11 Bewerber entschieden am 1.September 2011 die Ausbildung zum(r) Operationstechnischen Assistenten(in) zu beginnen.

Die Ausbildung und der Beruf tragen dem Ziel Rechnung, durch optimale Organisationsabläufe eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung zu gewährleisten, betonte Wittmann. „Und hierfür steht unsere Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege mit ihren hoch qualifizierten und sehr engagierten Lehrkräften.“

Die Ausbildungsleiterin Roswitha Böhm betonte, dass durch das neue Berufsbild direkt der Weg in den OP möglich wird. Die Ausbildung und der Beruf orientieren sich stark an operationstechnischen Abläufen, es wird jedoch auch auf die pflegerische Betreuung der Patienten im OP großer Wert gelegt.

„Zudem kann man für den OTA-Beruf mittel- bis langfristig gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt erwarten, da es sich um eine praxisorientiert Ausbildung handelt. Begrüßt wurden die neuen Auszubildenden auch durch Professor Helmut Wollschläger, den ärztlichen Direktor des Klinikum, Personalratsvorsitzenden Reinhard Birner und Maria Meyer aus der Personalabteilung.

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