130 Jahre Lebenserfahrung
Manchmal ist es gut, nicht nur ums Eck, sondern auch mal in die Tiefen seiner Erinnerung zu schauen. Vor allem, wenn man nicht nur auf die eigene, sondern auch auf die tradierte Lebenserfahrung der Vorfahren blickt.Ich habe da zum Beispiel einen Urgroßvater, der Bahnwärter bei der Ostbahn war, und einen Großvater aus der Pfalz, der in der Weltwirtschaftkrise der Zwanziger Jahre ein wenig Geld als Zigarrenvertreter machte (und dabei die Tochter des besagten Bahnwärters in Sulzbach-Rosenberg kennenlernte).
Der andere Großvater war ein gelernter Bäcker aus Abensberg in Niederbayern, dem sie im Ersten Weltkrieg in den Kopf geschossen haben, was ihn nicht hinderte, eine Bauerstochter vom Eixlberg bei Teublitz zu ehelichen. Da kommt Einiges zusammen. Wenn ich nur die Lebenserfahrung meines verstorbenen Vaters und die meine aufsummiere, komme ich schon auf 130 Jahre, die sich jetzt in meinem Hirn tummeln. Damit schreibe ich auch in diesem Jahr noch so manches Eck!
...Ihr Harald Mohr
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