Von Bürgerreporter/in Emmerich Klaus  |  11.03.2011  | Netzcode: 2720156  |  559 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Sulzbach-Rosenberg

Äthiopienwette bringt 9096 Euro

Was geschieht mit dem Geld?

Bild zu Äthiopienwette über 9.096 Euro
Schule von "Menschen für Menschen" in Äthiopien.
Wie mehrfach in der Tagespresse berichtet, fand eine Äthiopienwette mit Bürgermeister Gerd Geismann und OTV-Moderator Thomas Bärthlein anlässlich des Besuchs von Frau Almaz Böhm (Äthiopienstiftung „Menschen für Menschen“) im Rathaus der Herzogstadt statt. Insgesamt wurden 9096 Euro von den Bürgern der Stadt Sulzbach-Rosenberg und der Umgebung gespendet. Doch was geschieht mit dem hohen Spendenaufkommen?

Geschäftsführer Axel Hasis schlug dem Ortskoordinator Klaus Emmerich vor, das Geld im Rahmen des Bildungsprogramms "ABC-2015" für die Inneneinrichtung der Shobe Higher Primary School in Illubabor zu verwenden, einer Region 500 Kilometer westlich der Hauptstadt Addis Abbeba. Sie kostet insgesamt 175.000 Euro. Die Schule besteht aus drei Gebäuden mit je vier Klassenräumen, einem Verwaltungsgebäude und zwei Toilettenhäusern. Sie bietet Platz für 700 Schüler. Unterrichtet werden die Klassen 5 bis 8. "Menschen für Menschen" ist verantwortlich für die Durchführung der Bauaktivitäten. Die Bildungsbehörde der Region ist verantwortlich für die Einstellung und Bezahlung der Lehrer und stellt das Budget für den Betrieb der Schule zur Verfügung.

Allgemein ist das Ziel des Bildungsprogramms "ABC-2015" die Erhöhung der Alphabetisierungsrate. Hunderttausende Kinder sollen eine Schulbildung erhalten. Die ersten drei Buchstaben des Alphabets stehen dabei symbolisch für die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können. "2015" beschreibt das Jahr, bis zu dem die Ziele erreicht werden sollen. Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe geht mit "ABC-2015" gezielt gegen den Bildungsnotstand vor, um den Menschen in Äthiopien ein besseres Leben zu ermöglichen.

Von den knapp 80 Millionen Äthiopiern können rund 30 Millionen weder lesen noch schreiben. 40 Prozent der Kinder können keine Schule besuchen. Diese Mängel sind der größte Hemmschuh für Wirtschaft und Gesellschaft.

Mit dem Vorschlag zur Mitfinanzierung der Inneneinrichtung bedankt sich die Äthiopienstiftung „Menschen für Menschen“ bei den Bürgern der Stadt. Sie haben durch Ihre Spenden einen großen Beitrag für eine bessere Zukunft in einem der ärmsten Länder der Welt geleitet. Vielen herzlichen Dank dafür.

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