Von Bürgerreporter/in Brigitte Kohl  |  25.02.2011  | Netzcode: 2699041  |  841 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Sulzbach-Rosenberg

Kochkurs für Mutter und Kind

Beikost für junge Säuglinge im Still-Café

Bild zu Beikost-Kochkurs für Mutter und Kind
Beim Probieren der einzelnen Beikostrezepte konnten die Mütter die neuen Kenntnisse gleich anwenden.
Am Montag, den 21. Februar 2011 wurde im Still-Café am St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg Beikost für junge Säuglinge gekocht. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Pilotprojektes „Junge Eltern/Familien – Ernährung und Bewegung für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren“ des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg statt.

Neben Laktationsberaterin und Leiterin des StillCafés Sr. Michaela Herrmann begrüßten Projektleiterin Anette Händlmeyer und Diplom-Ökotrophologin Maria Samberger die zahlreich erschienenen Mütter mit ihren Kindern. Bevor die selbst zubereiteten Breie verkostet wurden, gaben Michaela Herrmann und Maria Samberger eine theoretische Einführung zum Thema.

Beikost – also die Übergangskost zwischen Muttermilch bzw. flüssiger Flaschennahrung hin zum Essen am Familientisch – sollte ab dem vollendeten 6. Lebensmonat löffelweise eingeführt werden. Bis dahin empfiehlt es sich, Babys ausschließlich mit Muttermilch bzw. flüssiger Flaschennahrung zu ernähren, da der kindliche Darm erst später in der Lage ist, andere Nahrungsbestandteile zu verwerten. Dies spielt auch in der Allergieprävention eine große Rolle.

Aufmerksame Eltern können am Verhalten ihres Kindes erkennen, ob es jetzt für eine Nahrungsumstellung bereit ist: Gesteigertes Interesse am Essen vom Familientisch, selbstständiges Greifen und zum Mund führen, Sitzen ohne Unterstützung und gesteigerter Appetit, auch ohne dass ein Wachstumsschub, Zahnen oder Entwicklungssprung vorliegen.

Am Ende der Stillmahlzeit kann nun damit begonnen werden, dem Kind einige Löffel der Beikost anzubieten. Gut eignen sich Karotten, da sie einen ähnlich süßen Geschmack wie Muttermilch haben. Innerhalb einer Woche kann die Gemüsemenge nun so weit gesteigert werden, dass diese Beikostmahlzeit eine Milchmahlzeit ersetzt. Neue Essenszutaten sollen separat eingeführt werden, um mögliche Allergien ausschließen zu können.

Ab dem 7. Lebensmonat kann dem Brei Fleisch zugegeben werden. Als weitere Breimahlzeiten können Schritt für Schritt milchfreie Getreide-Obst-Breie und Milchbreie eingeplant werden, bis die Kinder mit einem Jahr schon selbstständig vom Familientisch mit essen. Generell sind Zusätze von Salz, Zucker und anderen Aromen in der Beikost unerwünscht.


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