Deutschland schafft das Lesen ab
Ich hab's jetzt ja auch, das rote Buch. Man will ja mitreden können beim meistdiskutierten, aber wohl am wenigsten gelesenen Buch Deutschlands. Leider hat das auch einen Grund, wie ich feststellen musste.Nach 110 von 450 Seiten habe ich das Handtuch geworfen. Staubtrocken reiht Thilo Sarrazin eine Statistik an die andere und man merkt, dass der Mann viele Jahre seines Lebens an ministeriellen Schreibtischen verbracht hat.
Man versteht aber auch, warum Politiker so etwas nie lesen. Das Buch "Deutschland schafft sich ab" ist einfach entsetzlich langweilig.
Wäre da nicht der angeblich brisante Inhalt (auf den ich noch nicht gestoßen bin, vielleicht verbirgt er sich irgendwo auf den restlichen 340 Seiten) und der markante Name des leidlich prominenten Autors, kein Mensch würde das Buch lesen. Wahrscheinlich hätte Sarrazin damit nicht mal einen Verlag gefunden. Statt "Deutschland schafft sich ab" hätte man das Buch nennen müssen: "Deutschland schafft das Lesen ab". Bei diesem Schmöker wäre das auch verständlich. Ihr Harald Mohr
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