Sulzbach-Rosenberg
Äthiopienwette Bürgermeister Gerd Geismann und OTV-Moderator Thomas Bärthlein
Hilft „Menschen für Menschen“ wirklich?
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| "Menschen für Menschen" unterwegs zu Agrarprojekten. |
Aber was geschieht mit dem Geld von „Menschen für Menschen“? Diese Frage hat sich auch Klaus Emmerich gestellt, der die Projekte der Äthiopienhilfe im April 2008 besuchte. In den folgenden Wochen wird – bis zum Ende der Wette – über die wichtigsten Hilfen berichtet.
Der Bericht befasst sich mit den Themen „Überlebenshilfe“, „Infrastruktur“ und „Zukunft“.
Überlebenshilfe – damit ist das Notwendigste der äthiopischen Bevölkerung zum Überleben gemeint. Das Land ist ausgetrocknet und verfügt über minimalen Schatten. Ca. zehn Monate des Jahres verbrennt die Sonne die Steppenlandschaft. In etwa zwei Monaten Regenzeit wird das verbleibende fruchtbare Land oft durch schwerste Regenfälle weggeschwemmt. Hauptproblem ist also Wasser. Nur ca. 20 Prozent der äthiopischen Bevölkerung verfügt über sauberes Wasser. Die Folge sind häufige infektiöse Erkrankungen, die auch zum Tode führen können. „Menschen für Menschen“ baut in den betreuten Regionen Brunnen für sauberes Wasser. Da Wasser (außerhalb der Regenzeit) grundsätzlich fehlt, müssen zusätzlich intelligente Bewässerungssysteme für den bepflanzten Boden angelegt werden, häufig bestehend aus Zisternen und kanalisierten Zuflüssen zu den Agrarflächen. Die Bevölkerung erhält Samen und wird in die optimale Bepflanzung ausgedörrter Bodenflächen eingewiesen. Um den nach Jahren fruchtbar gewordenen Boden gegen Regen-Erosionen zu schützen, werden Wälle aus Steinen gebaut, die mit Drahtgittern gesichert sind. Stück für Stück bepflanzt „Menschen für Menschen“ junge Bäume, um Schatten zu spenden und Feuchtigkeit im bisher ausgetrockneten Boden zu halten. Auch diese Maßnahmen schützen vor den weit verbreiteten Erosionen. Mit diesen Hilfsprojekten sichert die Äthiopienhilfe ein Überleben der Bevölkerung, unabhängig von den aktuellen Witterungsverhältnissen. Die betreute Bevölkerung muss keinen Hunger mehr leiden.
Infrastruktur – damit ist die Ausstattung der äthiopischen Bevölkerung mit dem gesellschaftlich, wirtschaftlich und gesundheitlich Notwendigsten gemeint. Die Dörfer und Städte sind ohne Straßen und deshalb von der Außenwelt abgeschnitten. Verbindungen zwischen Hochebenen und Tälern sind ebenfalls nicht vorhanden. „Menschen für Menschen“ baut gemeinsam mit der Bevölkerung Schotterstraßen und überbrückt gefährliche Höhenunterschiede zwischen Berg und Tal durch Treppen. Die Straßen und Treppen verbinden die Siedlungen, ermöglichen soziale Kontakte und Handel sowie ein erträgliches Arbeiten. Waren können gefahrlos transportiert werden. Viele Äthiopier leben in Hochebenen, in denen es nachts keine Moskitos und damit keine Malaria gibt. Den Broterwerb betreiben sie durch Landwirtschaft in der Nähe von Wasserquellen, die jedoch nachts von Malaria bedroht sind. Dazu müssen sie morgen in die Täler hinab und abends in die Berge aufsteigen. Treppen erleichtern die gewaltigen Höhenunterschiede.
In Äthiopien gibt es für ca. 30.000 Menschen einen Arzt. „Menschen für Menschen“ baut Krankenhäuser, Krankenstationen und eigene Operationsstellen für infektiöse Augenerkrankungen. Damit stehen vielen Äthiopiern erstmals gesundheitliche Einrichtungen zu Verfügung. Die Augenoperationen sind notwendig, weil Infektionen die Hornhaut zerstören und zum Erblinden führen. Eine rechtzeitige Operation schenkt den erblindeten Menschen ihr Augenlicht zurück.
Zukunft – damit ist die Ausstattung der äthiopischen Bevölkerung mit Ausbildungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen gemeint. Kinder sind in der äthiopischen Gesellschaft preiswerte Arbeitskräfte der Familie auf dem Feld und im Alter die einzige Altersvorsorge. Dies führt zu hohen Geburtenraten. Immer mehr Menschen teilen sich das ausgedörrte Land mit nur wenig Nahrung und wenig Arbeitsmöglichkeiten. „Menschen für Menschen“ weist die Bevölkerung in eine vernünftige Familienplanung mit ca. zwei Kindern pro Ehepaar ein.
Die Kinder erhalten eine Schul- und Berufsausbildung, wofür die Äthiopienhilfe Schulen, höhere Schulen und Berufsausbildungszentren baut. Damit haben die Kinder eine bessere Zukunft mit einem gesicherten Gehalt, das ihnen später auch die finanzielle Förderung ihrer Eltern ermöglicht. Auf Wunsch erhalten die Eltern im Anschluss an ihre Tagesarbeit ebenfalls Unterricht, um zumindest schreiben und lesen zu können.
Frauen erhalten auf Wunsch Frauenkredite, um die Ausstattung für einen eigenen Verdienst, beispielsweise Nähmaschinen, Vieh und Rinder zu erwerben. „Menschen für Menschen“ wendet sich gegen die schädliche Tradition der Frauenbeschneidung und der frühen Vermählung. So erhalten auch die im äthiopischen Gesellschaftssystem wenig anerkannten Frauen eine bessere Ausbildungs- und Zukunftschance unter freier Wahl ihres Berufes und auch ihres Ehegatten.
Mehr erfahren Sie auf der Homepage: www.aethiopien.npage.de/
Anbei noch einmal die Übersicht der Spendenkonten:
Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg, Konto 686085, BLZ 752 617 00
Sparkasse Amberg-Sulzbach, Konto 211 449 51, BLZ 752 500 00
HypoVereinsbank Sulzbach-Rosenberg, Konto 13 073 708, BLZ 752 200 70
Commerzbank Sulzbach-Rosenberg, Konto 402 808 000, BLZ: 752 400 00.



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