Von Bürgerreporter/in Evi Steiner-Böhm  |  09.11.2010  | Netzcode: 2564255  |  674 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Ahmedabad/Amberg-Sulzbach.

Erdchartaweg Amberg-Sulzbach präsentiert sich in Indien

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Evi Steiner-Böhm präsentiert den Erdchartaweg Amberg-Sulzbach.
Mehr als 500 TeilnehmerInnen aus 30 verschiedenen Ländern waren der Einladung der Earth Charter Initiative und des Centre for Environmental Education nach Ahmedabad in Indien gefolgt. Drei Tage lang wurden in Plenarveranstaltungen und Workshops die zentralen Anliegen der Erdcharta diskutiert und „Best Practise“-Beipiele vorgestellt. Der Erdchartaweg Amberg-Sulzbach e.V. präsentierte dabei seine Arbeit im Workshop „Städte und Gemeinden“.

Die Erdcharta ist eine Erklärung fundamentaler ethischer Prinzipien für eine gerechte, nachhaltige und friedliche globale Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2000 hat sie weltweit Anerkennung gefunden und ist Referenzdokument für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Ziel der Konferenz war es, Techniken, Prozesse und Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung herauszuarbeiten und den TeilnehmerInnen praktische Besipiele für die Umsetzung der ethischen Leitlinien an die Hand zu geben.

Im Beisein hochkarätiger Vertreter verschiedener Organisationen, wie der Earth Charter Initiative, UNESCO, UNEP, und der indischen Regierung eröffnete die Gouverneurin der Provinz Gujarat, Dr. Shrimati Kamlaji, die Konferenz.

Steven Rockefeller, der Vorsitzende des Erdcharta-Beirates, erläuterte in seiner Eröffnungsrede noch einmal die Hintergründe der Entstehung der Erdcharta und umriss die Ziele für die kommenden zehn Jahre. Schwerpunkt müsse die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen aber auch im informellen Bereich sein.

Entsprechend waren die Themen der Workshops vor allem den verschiedenen Bildungsprogrammen gewidmet: Schule und Lehrerausbildung, Bildung an Universitäten und informelle Bildung sollten darauf gerichtet sein, einen weltweiten ethischen Konsens herzustellen. Die Rolle der neuen Medien bei der Verbreitung von Informationen war ein weiteres Workshopthema, ebenso die Ethik im Wirtschaftsleben. Im Workshop „Städte und Gemeinden“ ging es vor allem darum, wie man die ethischen Ziele der Erdcharta in Gemeinde- und Stadtverwaltungen umsetzen kann.

Evi Steiner-Böhm präsentierte hier den „Erdchartaweg Amberg-Sulzbach“, der anhand bereits bestehender Projekte zeigt, wie man die abstrakten Leitlinien der Erdcharta auf ein praktikables Niveau herunterbrechen kann. Dieser praktische Ansatz erntete viel Lob bei den TeilnehmerInnen des Workshops. Daraus entwickelte sich die Idee, Internetportale zu schaffen, in denen sich die verschiedenen bereits bestehenden Organisationen den Leitlinien der Erdcharta zuordnen und so ein Bewusstsein für einen gemeinsamen Weg entsteht.

Im Rahmen der Konferenz war auch eine sehr informative Ausstellung indischer Schulen zu sehen, die an einem nationalen Wettbewerb zum Thema Nachhaltigkeit teilnehmen. Mehr als 2000 indische Schulen haben Projekte zu den Themen "Ökologisches Gleichgewicht", "Soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit" und "Demokratie und Frieden" entwickelt, die sie den TeilnehmerInnen der Konferenz höchst professionell präsentierten.

Die Konferenz wurde online live übertragen, Mitschnitte und die Ergebnisprotokolle aus den Workshops können unter www.earthcharterplus10.org abgerufen werden.

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