Von Bürgerreporter/in Maja Berendes  |  06.10.2010  | Netzcode: 2521260  |  124 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Philosophische Gespräche über die Zeit der Aufklärung

Grundlagen, Erfolge und Grenzen der Aufklärung

Der philosophische Gesprächskreis des Evangelischen Bildungswerkes befasst sich an 5 Abenden im Winterprogramm mit der Zeit der Aufklärung. Die erste Veranstaltung am Donnerstag, 21. Oktober, steht unter der Thematik „Erfolg und Misserfolg eines großen Versprechens“. Karl Kirch lädt mit einem Impulsreferat zur anschließenden Diskussion ein.

"Wahre Menschlichkeit", das war das Ziel der Aufklärung. Die Menschen seien in der Lage, sich weiter zu entwickeln und zu vervollkommnen. Sie könnten die Welt kraft ihrer Vernunft erkennen und erklären und dürften diese nach ihren Vorstellungen gestalten und verändern.

Hat sich dieses große Versprechen der Aufklärung erfüllt? Ist die erhoffte Humanisierung vorangekommen? Trotz allem Optimismus tauchten schon in der Zeit der Aufklärung erste Zweifel daran auf, ob das angestrebte Ziel jemals erreicht werden könne. Die Wahrheit erfasse der Mensch nicht, sie sei allein Gott vorbehalten, meinte Lessing. Nicht der Besitz der Wahrheit, sondern, die nachhaltige Suche nach Wahrheit erweitere die Kräfte des Menschen. Die Aufklärung kann demnach nur ein nie endender Prozess sein. Das nicht endende Gespräch zwischen Menschen über die grundlegenden Fragen ihres Selbstverständnisses und Daseins ist kein Anlass zur Resignation, sondern Grund unseres Glücks.

Der Abend beginnt um 19.30 Uhr in der Tagesstätte des Sozialpsychiatrischen Zentrums, Paulanergasse 18, Amberg. Der Beitrag pro Abend beträgt 2 Euro, für die gesamte Reihe 5 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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