D'Spülvereinigung und koi End!
Das Thema lässt auch die Sonntagsspezln nicht los. Als der Schorsch eine weitere Diskussion am Stammtisch verhindern wollte, hatten die anderen etwas gegen. "Iberall ren's driber. Also warum derm mir niat wieder driber schmadern?" Der Hans sagte dem Schorsch gehörig die Meinung. "Ich woar drass bei der Versammlung, dou häisst die Gesichter vo dene sehng solln, döi seit Jahrzenten der Spülvereinigung die Treue halten, an alle Seitn goarbat homm, ehrenamtlich natürle und etzat rammt jeder vo die Funktionäre bloß nu o", schimpfte der Luck. Der Toni setzte noch eins drauf: "Größenwahnsinnig san's einfach worn und etzat kinnas den Regionalliga-Gaul nimmer halten. Vo wegen Schieflage, für mi sans pleite, finanziell und sportlich genauso." Der Schorsch saß indessen in seinem Eck. Nur die Wirtin hatte Mitleid mit dem tausendprozentigen schwarz-blauen Anhänger. "Schorsch, des is halt amal die Wohrheit", meinte auch der Rudl. "Koi Wunder, dass'se koi neier Vorsitzender find. Jeder, der etzat des Ruder am Wasserwerk ibernimmt, is doch a finanzieller Selbstmörder", brummte der "roude Kare". Der Luck sprach erneut die Beerdigungs-Stimmung bei der Versammlung an. "Wenigstens homm die alten, langjährigen Spülvereinigungs-Veteranen amal gredt und dene, döi alles gändert homm, den Stuhl hoaß gmacht. Dou is a'gsprochen worn, dass koin Zusammenhalt mehr gibt bei der Spülvereinigung, verdienten Mitgliedern der Stuhl vor Tür gsetzt worn is. Af der anderen Seitn san neie Miarbeiter verpflicht worn, döi an Haufen Geld kosten. Dou kann doch nix ibrich bleim!""Im Neia Toch is scho richtich g'standn, döi kämpfen an allen Seitn gecha den Abstieg, sportlich und finanziell. Dabei merken's wohrscheinle nu goar niat, dass scho verlor homm", meinte der Sepp. "Freile, kannst in der Regionalliga nimmer mit reine Amateure spüln, ober des Geld so vom Fenster asse zu schmeißen, is meiner Mienung a niat richtich!" (kf)
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