Sulzbach-Rosenberg
Auf der Suche nach der Kreuzotter
LBV will Bestand erfassen - Schlange fast ausgestorben
|
| Nein, der OWZ-Fotograf hat es auch nicht geschafft: Diese Kreuzotter ist nur ein sehr gut gemachtes Modell. |
Eigentlich war das zu erwarten, denn „der Bestand der Kreuzotter ist stark zurückgegangen“. Das ist auch der Grund, warum der Bayerische Naturschutzfonds mit Mitteln der „Glücksspirale“ das Artenhilfsprojekt Kreuzotter des Landesamtes für Umweltschutz unterstützt.
|
| Birgit Simmeth erklärt die Erkennungsmerkmale der zu Unrecht in Verruf gekommenen Kreuzotter. Bilder: Harald Mohr |
Wer von einer Kreuzotter „angefallen“ werde, solle die Wunde abbinden und „versuchen, schleunigst einen Arzt zu erreichen“ hieß es darin weiter. Im Schulbuch „Das Tier“ von 1984 war man schon schlauer und schrieb: „Kreuzottern greifen Menschen nicht an.“ Ihr Biss führe auch unbehandelt „fast nie zum Tode“
Dennoch kommt es auch heute noch immer wieder vor, dass Kreuzottern gezielt getötet werden. „Nach einer Exkursion fand ich zwei getötete Exemplare“, ist die Biologin Mathilde Müllner vom Naturpark Oberpfälzer Wald in Neustadt an der Waldnaab erschüttert. Offenbar hatten sich Schlangen-Hasser unter die Exkursionsteilnehmer gemischt. Inzwischen vermeiden es die Experten schon, genaue Standortangeben von Sichtungen zu machen, was wiederum hinderlich ist, wenn es darum geht, Naturfreunde an der Artenzählung zu beteiligen.
Das ist aber notwendig, weil Einzelne mehr oder weniger auf Zufallsfunde angewiesen sind. Nur absolute Spezialisten wie der Biologe Dr. Wolfgang Völkl aus Seybothenreuth (Landkreis Bayreuth), der sich seit 20 Jahren intensiv mit der Kreuzotter beschäftigt, haben ein Gespür dafür entwickelt, die typischen Ruheplätze der Kreuzotter zu entdecken. Wer es dennoch schafft: Meldungen bitte an Birgit Simmeth unter Telefon 09661/906894 oder per Mail: kreuzotterfunde@web.de.



versenden
drucken
Leserbrief


















