Luhe-Wildenau
Rentengarantie beibehalten
Ich höre in letzter Zeit von manchen Politikern, sie möchten am allerliebstsen dievom ehemaligen SPD-Minister Scholz beschlossene Rentengrantie abzuschaffen.
Hier tut sich Herr Brüderle gerne hervor, die Rentengrantie, wenn möglich abzuschaffen.
Ich fand es richtig von damaligen Arbeitsminister Herrn Scholz, die
Rentengrantie einzuführen, um die Rentner vor weiteren
Einkommensbussen zu schützen und das ist gut so.
Wenn dann einige jüngere Menschen meinen, die Rentengrantie ist ungerecht,
dann muss ich denen entgegnen, dass sie auch mal im Alter eine Garantie
gegen Rentenkürzungen haben werden.
Wenn dann schon auch einige Politiker der CDU in die gleiche Kerbe
schlagen, dann muss ich mich als Rentner fragen, ist wohl die Aufbauleistung
der damaligen jungen Generation wohl nichts wird.
Was mich befremdet, war die Aussage der Frau von der Leyen, die sagte,
wenn ein Dachdecker mit 65 Jahren nicht mehr auf den Dach
arbeiten könne, dann sollte er eine leichte Bürotätigkeit aufnehmen.
Glaubt die Ministerin ehrlich, dass ein Mensch der in seinem Leben nur
schwere körperliche Arbeit geleistet hat, plötzlich im Blitzkurs zum
Büroarbeitert wird und hochwillkommen vom Arbeitgeber ein
Büroplatz bereitgestellt wird.
Außerdem verlangt eine Bürotätigkeit auch einige Fachkenntnisse und da ist
nun mal ein 65-Jähriger nicht mehr so aufnahmefähig wie ein Jüngerer.
Wenn die Rentenkassen durch immer mehr ältere Mitbürger belastet werden,
dann liegt es auch an der Lohnentwicklung im Niedriglohnsektor.
Es arbeiten ungefähr 6,5 Millionen Menschen im Niedriglohnsektor, während die
Teilzeit- und Vollzeitarbeitsplätze immer mehr abnehmen und wahrscheinlich
auch in der Zukunft.
Der Rest arbeitet zwar auch Vollzeit, aber einige müssen noch
Hartz4-Aufstocker beantragen, um über die Runden zu kommen.
Ich würde den Herrn Brüderle vorschlagen, für einen gesetzlichen Mindestlohn
einzutreten, damit auch die Leute davon leben können und müssen nicht
auf Steuerkosten alimentiert werden.
Der Lohn im Leiharbeitssektor müsste auch an den realen Löhnen angepasst werden, das heißt, gleicher Lohn für alle.
Das Eintreten für mehr Teil-und Vollarbeitsplätze und ein Rückfahren des
Niedriglohnsektor würde bedeuten, dass auch die Rentenssysteme
Beitragssteigerungen zu verzeichnen hätten.
Wenn schon einige Politiker und auch natürlich im gleichen Ton und mache
Wirtschaftsverbände die Rentengarantie abzuschaffen wollen, dann bleibt die Frage,
wollen die alle eine Altersarmut mit ungeahnten Folgen für das Staatswesen?
Wenn man die Rentensteigerungen der letzten zehn Jahre betrachtet, dann
waren die Rentner meist die Abgehängten mit einigen Ausnahmen.
Es ist schon eine Schande, wenn man den alten Menschen eine Zukunft
in die Ungewissenheit beschert.
-
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