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Die "Spülvereinigungs"-Besserwisser
"Also, wos mi in letzter Zeit so afregt, san döi angeblichen Anhänger vo der Spülvereinigung, döi etzat koi guats Hoar mehr an unserm Traditionsverein loua. Ich glab, döi tan se nu freia, wenn ma wieder vo ganz unt a'fanga möist'n!" Zur Überraschung aller Sonntagsspezln, vor allem dem Schorsch, brach der Luck eine Lanze für die Schwarz-Blauen. "Des stimmt", meinte auch der Hans. "An die Stammtisch gibt's koi anders Thema mehr, als die Finanzen, die reduzierte Vorstandschaft, der missglückte Saisonstart. Ober koiner kennt' se genau as, koiner göiht asse afs Wasserwerk, ober am Biertisch homm's des grouße Wort, wissen's alles", schimpfte auch der Sepp."Fröiher san's immer zur Spülvereinigung gstandn, in guaten und in schlechten Zeiten, etzat wird über alles, wos drass am Wasserwerk passiert, schlecht gredt, a'gfanga vom neia Stadion bis iber die teiern Spüler, Trainer und Funktionäre", regte sich plötzlich auch der Wirt auf. "Anstatt, dass stolz san, dass ma wieder in der Regionalliga spüln", fügte der Rudl hinzu. Der Schorsch schaute verdutzt drein, schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf. "Wos is denn mit eich lous?" Der Hans klärte seinen Kumpel auf. "In der Stodt drin hob ich mir wieder amal a Halbe kafft, weil's g'rengt houd und dou hob ich halt zou g'horcht, als döi Besserwisser vo der Spülvereinigung wieder amal über alles, wos drass am Wasserwerk passiert, herzong san. Die gleichen Leit, döi vor 45 Johr in Bayreith und in Straubing den Dornheim-Franz, den Meier-Hartl, den Linz-Mane, den Würdinger-Onker af die Schultern vom Plotz trong homm und danou in Weiden mit der Blaskapelln vom Bahnhof durch die ganze Stodt zum Schworzn Bärn am Schlörplotz assezong san!" "Jaja, so ändern se die Zeiten", brummte jetzt auch der Schorsch. "Manche, döi etzat af den Verein ei'dreschen, homm schworz-blaue Ehrungen hinter sich, san immer mit Mittelpunkt am Wasserwerk g'standn, homm sogor Vorstandsämter asg'füllt und heit wollns davo nix mehr wissen. Besser g'sagt, döi freia se nu, wenns den Berg unte göih sollt!"
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