Tirschenreuth
Elementare Dinge vermitteln
Einzigartiges Angebot der Caritas: Haushalts-Organisation
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| Das Caritas-Team der ambulanten Familienhilfe mit Elisabeth Preisinger (links) und Geschäftsführer Jürgen Kundrat (rechts). Bild: Harald Mohr |
„Das Jugendamt hat die Notwendigkeit gesehen“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Kundrat. „Die Nachfrage ist gestiegen.“ Mit dem neuen Angebot steht Tirschenreuth ziemlich alleine da. „In der Oberpfalz und Niederbayern gibt es kein entsprechendes Angebot.“ Sechs Familien nutzen es schon. Die ausgebildete Familienpflegerin Elisabeth Preisinger wurde für dieses Projekt neu eingestellt. Sie hat eine Zusatzausbildung für „HOT“.
Elisabeth Preisinger erlebt bei ihrer Arbeit Erstaunliches. Das fängt bei Dingen an, die an sich selbstverständlich sind. „Messies“ kümmern sich nicht darum, wann der Müll abgeholt wird. Deswegen bleibt er eben einfach in der Wohnung stehen. Junge Mütter aus diesem sozialen Umfeld haben daheim oft nicht gelernt, wie man selbst einfachste Speisen kocht.
„Deshalb gibt es oft Fertigprodukte, die teuer sind“, weiß Elisabeth Preisinger. Als Haushaltshilfe versteht sich die Familienpflegerin aber nicht. Vielmehr soll das Training die Eltern befähigen, ihrer Verantwortung für die Versorgung ihrer Kinder wieder gerecht werden zu können.
Auch bei ihrer Arbeit in der sozialpädagogischen Familienhilfe oder als Erziehungsbeistand gehen die Caritas-Mitarbeiter grundsätzlich in die Familien. „Das ist besser als professionelle Beratung in schönen Beratungsräumen“, weiß Sozialpädagogin Marianne Fütterer. Mit „Zeit schenken“ fasst Sozialpädagogin Erna Weiß ihre Arbeit zusammen. Das kann alles Mögliche sein, auch mal „einem Siebenjährigen das Radfahren beibringen“, berichtet Sozialpädagoge Elmar Brandl.


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